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Die iranischen Geiselnehmer von 1979 waren keine Studenten

Stürmung der US-Botschaft 1979 (Quelle: Unknown, Public Domain)

Dem Regime in Teheran war daran gelegen, die Erstürmung der US-Botschaft als spontanen Akt jugendlicher Unzufriedenheit erscheinen zu lassen – eine Verharmlosung der Ereignisse, die man nicht mitmachen sollte.

A. J. Caschetta, National Review

„Hören Sie sich die unvermeidliche Flut von Retrospektiven zum 40-jährigen Jubiläum am 4. November 1979 an, als die US-Botschaft im Iran erobert wurde, und lenken Sie ihre Aufmerksamkeit auf die ungewöhnliche Wortwahl, die verwendet wird um die Geiselnehmer zu beschreiben. Vom ersten Moment der Geiselnahme an, beschrieben Walter Cronkite und die meisten anderen amerikanischen Journalisten die Männer, die über die Mauern geklettert, dem Wachpersonal entgegentreten und in die Gebäude eingebrochen waren, um Diplomaten gefangen zu nehmen und sie 444 Tage lang festzuhalten, als ‚Studenten’. Damit übernahmen sie ohne jede Kritik die verharmlosende Selbstbezeichnung für die Täter, die sowohl von den Geiselnehmern selbst, als auch vom neu installierten revolutionären Regime des Iran verwendet wurde, das darauf bedacht war, jegliche US-Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden. (…)

Wenn Sie sich heute die verpixelten alten Filmausschnitte ansehen, werden Sie bemerken, wie viele dieser angeblichen ‚Studenten‘ blasse und verwitterte Männer mittleren Alters zu sein scheinen. Im Jahr 1979 war ich Student, und ich erinnere mich daran, dass diese Typen eher wie meine Lehrer aussahen als wie meine Kommilitonen – insbesondere die Verantwortlichen, die die Amerikaner mit verbundenen Augen dem Kameras und dem johlenden Mob vorführten. (…)

Zweifelsohne waren viele der Demonstranten Studenten, denn Khomeini hatte ‚allen Grundschul-, Universitäts- und Theologiestudenten befohlen, ihre Angriffe gegen Amerika zu intensivieren‘, aber ihr Immatrikulationsstatus war eher nebensächlich. Die Verwendung des Wortes ‚Studenten‘ für jene, die unsere Diplomaten brutal behandelten und sie verspotteten, legt auf irreführende Art und Weise nahe, dass ihre Handlungen aus naivem, jugendlichem Idealismus und aus Missständen heraus entstanden seien. (…)

Der Begriff ‚Studenten‘ war bereits im Jahr 1979 ungenau und irreführend und dasselbe gilt heute auch. Nach vier Jahrzehnten ist es endlich an der Zeit, die Täter bei ihrem richtigen Namen zu verwenden.“

(A. J. Caschetta, National Review: „The Iranian Hostage-Takers in 1979 Were Not ‚Students‘“)

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