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Internationale Gemeinschaft interessiert sich nicht für palästinensische Opfer der Hamas

Die Hamas produziert und lagert ihre Raketen in Wohnhäusern, wobei es immer wieder auch zu Explosionen kommt
Die Hamas produziert und lagert ihre Raketen in Wohnhäusern, wobei es immer wieder auch zu Explosionen kommt (© Imago Images / ZUMA Wire)

Während Palästinenser nach der Explosion eines Waffendepots in einem Wohnhaus gegen die Terrorgruppen protestierten, zeigen internationale Menschenrechtsorganisationen keinerlei Interesse.

Khaled Abu Toameh

Während in der internationalen Gemeinschaft immer mehr Besorgnis über die wirtschaftliche und humanitäre Krise im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen geäußert wird, scheinen die palästinensischen Terrorgruppen vor Ort immer weniger daran interessiert zu sein, die Lebensbedingungen ihrer Bevölkerung zu verbessern.

Diese Gruppen, insbesondere die Hamas und der Palästinensische islamische Dschihad (PIJ), tun nichts, um Impfstoffe gegen COVID-19 für die zwei Millionen Palästinenser zu beschaffen, die unter ihrer Herrschaft im Gazastreifen leben.

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Stattdessen fahren Hamas und PIJ damit fort, das zu tun, worin sie sich als Experten erwiesen haben: sich auf einen Krieg gegen Israel vorzubereiten und das Leben unschuldiger Zivilisten, Israelis und Palästinenser gleichermaßen, zu gefährden.

Verachtung für Zivilbevölkerung

Im Zuge ihrer Kriegsvorbereitungen schmuggeln und produzieren die beiden vom Iran unterstützten Terrororganisationen verschiedene Waffentypen, darunter Raketen und Sprengsätze, die sie bei ihren Angriffen auf Israel einsetzen. Anstatt Medikamente und Impfstoffe zu lagern, sind Hamas und der Islamische Dschihad damit beschäftigt, Raketen und Sprengsätze zu bunkern.

Die Waffen werden in den Häusern von palästinensischen Zivilisten sowie in öffentlichen Einrichtungen im Gazastreifen gelagert, darunter Schulen, Krankenhäuser und Moscheen. Hamas und PIJ lagern keine Waffen in ihren eigenen Büros und Einrichtungen, weil sie Angst haben, von Israel ins Visier genommen zu werden. Indem sie Waffen unter der Zivilbevölkerung lagern, zeigen die Terrororganisationen ihre totale Missachtung für das Leben der Bevölkerung in Gaza, die sie vielmehr als Kanonenfutter wie auch als menschlichen Schutzschild in ihrem Dschihad (heiligen Krieg) gegen Israel benutzen.

Es ist bezeichnend, dass internationale Menschenrechtsorganisationen und „pro-palästinensische“ Interessengruppen auf der ganzen Welt ebenfalls ihre Missachtung der Sicherheit und des Lebens der Palästinenser zeigen – indem sie die gefährlichen Aktionen der Hamas und des Palästinensischen islamischen Dschihad ignorieren, die sich nicht nur gegen Israel, sondern eben auch gegen die Palästinenser selbst reichten

Kein Interesse für die ständigen „Unfälle“

Aufgrund der mangelnden internationalen Aufmerksamkeit konnten Hamas und PIJ den Gazastreifen in ein großes Lager für Waffen aller Art verwandeln. Die gleichen palästinensischen Terrorgruppen, die jeweils über eine lähmende Wirtschaftskrise im Gazastreifen jammern, scheinen irgendwie immer genug Geld zu finden, um Waffen zu kaufen, zu schmuggeln oder herzustellen.

Die internationalen Menschenrechtsorganisationen und „pro-palästinensischen“ Aktivisten auf der ganzen Welt sind auch nicht zu hören, wenn Palästinenser den rücksichtslosen Praktiken der palästinensischen Terrororganisationen zum Opfer fallen.

So zum Beispiel bei der Explosion, die Bet Hanoun, eine palästinensische Stadt im nördlichen Gaza-Streifen, am Morgen des 23. Januar 2021 erschütterte. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Wohnungsbau hat die Explosion, die sich in einem Haus ereignete, zwei Häuser vollständig zerstört und 100 weitere beschädigt.

Mindestens 47 Palästinenser, darunter neun Kinder und 15 Frauen, wurden nach Angaben der palästinensischen Organisation Al-Mezan Center for Human Rights bei der Explosion verwundet. Die Explosion, die von den Behörden in Gaza als „Unfall“ bezeichnet wird, wurde durch Waffen verursacht, die in einem Haus gelagert waren, das einem Mitglied des Palästinensischen islamischen Dschihad aus der Familie Alkafarna in Beit Hanoun gehört.

Solche „Unfälle“ sind im Gazastreifen keine Seltenheit. So schlug etwa im Jahr 2009 eine von palästinensischen Terrorgruppen in Richtung Israel abgefeuerte Rakete in ein Haus in der Stadt Bet Lahiya im Gazastreifen ein und tötete zwei palästinensische Mädchen im Alter von fünf und 12 Jahren. Bei diesen Angriffen verstoßen die Hamas und andere palästinensische Terrorgruppen regelmäßig gegen das Kriegsrecht, indem sie Raketen aus bewohnten Gebieten abfeuern.

Am 2. Januar wurden bei einem weiteren „Unfall“ im Stadtteil Shajjaiyeh in Gaza-Stadt drei Kinder und eine Frau verletzt. Die Explosion wurde offenbar durch Waffen verursacht, die von palästinensischen Terrorgruppen in einem Haus gelagert wurden.

Im April 2020 wurden bei einem weiteren „Unfall“ im Scheich-Radwan-Viertel von Gaza-Stadt ein palästinensischer Mann getötet und drei weitere verletzt. Auch hier wurde die Explosion offenbar durch Waffen verursacht, die der Hamas und dem PIJ gehören.

Vier Monate später wurden östlich von Gaza-Stadt vier PIJ-Milizionäre getötet, als eine Rakete, mit der sie hantierten, versehentlich explodierte. Die Milizionäre bereiteten sich offenbar darauf vor, die Rakete von einem Wohngebiet im Gazastreifen nach Israel abzufeuern.

Palästinenser üben Kritik …

Die meisten Bewohner des Gazastreifens sind zu verängstigt, um die palästinensischen Terrorgruppen dafür zu kritisieren, dass sie Waffen in Wohngebieten lagern. Nach der jüngsten Explosion in Bet Hanoun verurteilten jedoch zahlreiche Palästinenser die Terrorgruppen dafür, dass sie das Leben unschuldiger Zivilisten gefährden. Die ägyptischen Zeitung Al-Masry Al-Youm schrieb damals:

„Nutzer sozialer Medien und betroffene Bürger übten scharfe Kritik am Islamischen Dschihad für sein rücksichtsloses Verhalten und seine mangelnde Sorge um die Sicherheit unschuldiger Zivilisten, weil er Sprengstoff in den Häusern von Bürgern versteckt und gelagert hat, was bereits in der Vergangenheit viele Opfer gefordert hat.“

Die Zeitung zitierte einen nicht identifizierten Zeugen mit der Aussage, die Explosion in Bet Hanoun habe sich in einem Haus ereignet, das einer Familie gehört, die für ihre engen Beziehungen zur Hamas und zum Islamischen Dschihad bekannt sei.

Maysara Alkafarna, eine Palästinenserin, die in dem Gebiet lebt, in dem sich die Explosion ereignete, unternahm einen ungewöhnlichen und mutigen Schritt, indem sie die palästinensischen Terrorgruppen wegen ihrer Missachtung der Sicherheit der Palästinenser im Gazastreifen kritisierte. In einem Beitrag auf Facebook, schrieb sie:

„Wie lange wird diese Missachtung für das Leben der Menschen weitergehen? Warum sollen die Herzen einer ganzen Nachbarschaft vor lauter Angst getötet werden und ihr Geschrei den Himmel erreichen? Ist es nicht schon genug, dass sie in Hunger und Armut leben? An unsere Führer: Genug von eurer Sorglosigkeit. Ihr habt uns zerstört. Wir sind kein Feld für Übungsgelände.“

Das Al-Mezan Center for Human Rights forderte unterdessen eine Untersuchung der Explosion. Die Organisation teilte mit, dass ein dreistöckiges Haus vollständig zerstört wurde, während sechs benachbarte Häuser teilweise beschädigt wurden, darunter eine Schule, ein Jugendclub und eine Polizeistation. „Das Al-Mezan Center for Human Rights betrachtet die Explosion mit Besorgnis“, hieß es in einer Erklärung, in der darauf hingewiesen wurde, dass sich bereits in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle in Wohngebieten im Gaza-Streifen ereignet hätten.

„Diese Vorfälle verletzen die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht. Al-Mezan bekräftigt seine Forderung nach einer umfassenden und ernsthaften Untersuchung dieser Vorfälle sowie nach der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse und der Ergreifung der notwendigen Maßnahmen, um eine Wiederholung solcher Zwischenfälle zu verhindern.“

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Die Explosion im Gazastreifen ereignete sich zu einer Zeit, in der sich die Führer der Hamas, des Islamischen Dschihad und anderer palästinensischer Gruppierungen in Ägypten treffen, um die Vorbereitungen für die Durchführung neuer allgemeiner Wahlen zu besprechen. Dabei werden die palästinensischen Fraktionen nicht über die Folgen der Explosion sprechen, vor allem, weil nicht allzu öffentlich gemacht werden soll, dass die Terrorgruppen die Häuser von Zivilisten als Waffenlager zu nutzen.

… der Westen schweigt

Die Hamas hat ihre Bereitschaft bekundet, an den kommenden Wahlen teilzunehmen. Sie hofft, Ihren Sieg von 2006 bei den Parlamentswahlen zu wiederholen. Insofern ist es wichtig öffentlich darauf hinzuweisen, dass sie gleichzeitig weiterhin Waffen in Wohngebieten im Gaza-Streifen lagert.

Die Hamas kann sich beruhigt zurücklehnen, denn sie weiß, dass es der internationalen Gemeinschaft egal ist, ob noch mehr Palästinenser den Preis für „Unfälle“ zahlen müssen, die durch Sprengstoff und Raketen verursacht werden, die in ihren Häusern gelagert werden.

Wäre die Explosion in Bet Hanoun von Israel verursacht worden, hätten sich die internationalen Medien dabei überschlagen, über ein weiteres israelisches „Kriegsverbrechen“ zu berichten. Vielleicht ist es an der Zeit, Postings wie die von Alkafarna zu beachten – Postings, die den wahren Feind benennen: die Hamas, den Palästinensischen Islamische Dschihad und andere palästinensische Terrorgruppen.

Khaled Abu Toameh ist ein preisgekrönter arabisch-israelischer Journalist. Der hier redaktionell leicht überarbeitete Artikel ist zuerst erschienen auf Gatestone Institutue, übersetzt von Audiatur Online.

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