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Die Bedrohung durch iranische Drohnen

Der Leiter des US-Zentralkommandos (CENTCOM), Michael Kurilla
Der Leiter des US-Zentralkommandos (CENTCOM), Michael Kurilla (© Imago Images / Media Punch)

US-CENTCOM-Kommandeur erörtert den Wettlauf um neue Technologien zur Abwehr iranischer Drohnen und lobt die Einbeziehung Israels in Washingtons Militärpartnerschaften im Nahen Osten.

Mike Wagenheim

Der Leiter des US-Zentralkommandos (CENTCOM) sagte am Mittwoch, das amerikanische Engagement im Nahen Osten sollte an der Stärke seiner Partnerschaften gemessen werden und nicht wie in der Vergangenheit an den »Stiefeln auf dem Boden«. General Michael »Erik« Kurilla, Befehlshaber des US Central Command, konzentrierte sich in seinem Briefing für Reporter auf die innovativen Bemühungen des CENTCOM, nachdem Washington seine Truppenstärke und sein militärisches Engagement in der Region reduziert hat.

»Innovation ist für uns nicht nur eine Frage der Technologie, sondern auch des Denkens, des Konzepts und der Prozesse«, sagte Kurilla. »Wir bauen eine Kultur der Innovation auf, und unsere Partner begleiten uns auf diesem Weg«, wobei der Schwerpunkt auf dem Einsatz neuer Technologien und Konzepte liege, darunter künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und unbemannte Systeme.

Gemeinsame Bedrohung Iran

Kurilla verwies auf das wachsende CENTCOM-Netz von miteinander verbundenen Sensoren in den Wasserstraßen der Region, »die Echtzeitdaten übermitteln, die durch Datenintegration und Plattformen für künstliche Intelligenz zusammengeführt werden und uns helfen, ein klareres Bild von der Einsatzumgebung zu erhalten«, was in Verbindung mit künstlicher Intelligenz »uns schneller bessere Informationen liefert. Dies ermöglicht, unsere bemannten Systeme effizienter und strategischer einzusetzen. All dies hilft uns, die Entscheidungshoheit zu erlangen.«

CENTCOM konzentriere sich auch darauf, »tiefe, dauerhafte Partnerschaften zu pflegen, die als Absicherung gegen Bedrohungen in der Region dienen können und gleichzeitig den Iran von seinem schlimmsten, zerstörerischsten Verhalten abhalten«, so Kurilla, der das iranische Arsenal an Drohnensystemen mit der Art von Bedrohung verglich, die selbstgebaute Sprengvorrichtungen (IEDs) während der Konflikte des Militärs im Irak und in Afghanistan darstellten.

Der General warf dem Iran die Verletzung von Sanktionen und Embargos, die Verbreitung von Waffen und Chaos durch gewalttätige, von Teheran finanzierte Stellvertretergruppen vor, die amerikanische und verbündete Streitkräfte in der Region angreifen. »Seit mehr als vierzig Jahren hat das iranische Regime Terrorismus und terroristische Organisationen finanziert und aggressiv unterstützt und sich über internationale Normen hinweggesetzt, indem es bösartige Aktivitäten durchführte und nicht nur die Region, sondern auch die globale Sicherheit und den Handel destabilisierte.«

Die Task Force 39, die landgestützte Innovations-Task Force des CENTCOM, experimentiert laut Kurilla mit neuen Technologien zur Abwehr iranischer Drohnen. »Wir wollen als Experimentierzentrum für neue Systeme, Ideen und Technologien zur Drohnenabwehr dienen, einschließlich gerichteter Energie.«

Kurilla erörterte die kürzlich erfolgte Verlegung Israels vom US European Command zum CENTCOM und die »massiven Möglichkeiten«, die sich daraus ergeben. »Es stellt sich heraus, dass Israel und die arabischen Streitkräfte die selben Bedrohungen sehen. Sie haben eine gemeinsame Sache. Und sehr schnell haben sich erstaunliche neue Partnerschaften zwischen den Militärs der Golfstaaten und Israel gebildet«, sagte Kurilla.

Stabile Beziehungen zu Nahost

Auf Fragen nach den angespannten Beziehungen Washingtons zu Riad und Kairo und deren Auswirkungen auf die Operationen des CENTCOM betonte der Experte, die Beziehungen zu Saudi-Arabien seien »heute sehr stabil« und das Königreich »an strategischen Plänen mit uns sehr interessiert«.

In Bezug auf Ägypten sagte Kurilla, dass vertrauensvolle Partnerschaften offene und schwierige Gespräche zulassen, was die Art von Beziehung ist, die Amerika mit Ägypten habe. »Wir sind nicht bei jedem Thema einer Meinung, aber das müssen wir auch nicht. Wir müssen nur offen über jedes Thema diskutieren, und wir arbeiten uns durch die Herausforderungen, um diese dauerhafte strategische Beziehung zu stärken.«

Er verwies auf die Rolle Ägyptens bei der Deeskalation des letztjährigen Konflikts zwischen Israel und Terrororganisationen im Gazastreifen und auf die Übernahme der Kommandoführung der Combined Task Force 153 durch Kairo in diesem Monat. Dabei handelt es sich um eine 34-köpfige Koalition, welche die größte maritime Militärpartnerschaft der Welt und zuständig für die Sicherheit des Roten Meeres ist. Ägypten ist dieser Koalition im vergangenen Jahr beigetreten.

Kurilla versprach außerdem, nächste Woche eine vollständige Übersicht über die Operationen des US-Militärs zur Bekämpfung von ISIS im Irak und in Syrien zu veröffentlichen, einschließlich einer Auflistung der Razzien, Festnahmen und getöteten ISIS-Aktivisten. »Das volle Ausmaß und die Reichweite, die unsere Partner gegen ISIS getätigt haben, wird, denke ich, ein wenig augenöffnend für einige sein«, resümierte der General..

Der Artikel erschien auf Englisch beim Jewish News Syndicate. (Übersetzung von Alexander Gruber.)

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