Deutschlad zahlt Entschädigung für im NS verfolgte algerische Juden

Synagoge in Oran/Algerien

„Deutschland gab Anfang der Woche bekannt, dass es algerische Juden entschädigen werde, die durch das französische Vichy-Regime verfolgt wurden. Der Conference on Material Claims Against Germany zufolge hätten ungefähr 25.000 Betroffene einen Anspruch auf eine Zahlung von 3,184 Dollar. Unter dem mit den Nazis kollaborierenden französischen Regime erging in verschiedenen Bereichen, darunter dem Finanz- und Bildungssektor, ein Berufsverbot gegen Juden. Sie durften keine eigenen Betriebe besitzen und wurden aus den öffentlichen Schulen entfernt.

‚Wenn man von all diesen Überlebenden umgeben ist, die von Deutschland anerkannt worden sind, man selbst aber nicht, dann wird die Tatsache, dass man nicht ernst genommen wird, so wichtig für die eigene Identität, dass dadurch ein neues psychologische Trauma entsteht’, erklärte der Vizepräsident der Claims Conference Greg Schneider. ‚Menschen, die sehr arm sind, wird [das Geld] offensichtlich helfen. In einem Zeitalter der Fake News und alternativen Fakten geht es aber auch um die Anerkennung der historischen Tatsachen. Wenn die letzten Überlebenden sterben, wird das Problem der Holocaustlegung nur zunehmen.’ Um die Entschädigung auszuzahlen, hat die Claims Conference Meldezentren in ganz Frankreich eingerichtet. Dort leben heute ungefähr 20.000 algerische Juden. Die ersten Zahlungen werden voraussichtlich diesen Sommer erfolgen.“ (Liel Leibovitz: „Germany to Compensate Algerian Jewish Holocaust Survivors“)

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