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„Der Jud ist schuld“ – früher an der Pest, jetzt an Corona

Christiane Amanpour kann nicht fassen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde für die Impfungen zuständig sein soll
Christiane Amanpour kann nicht fassen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde für die Impfungen zuständig sein soll (Quelle: Screenshot)

Auf allen Kanälen wird Israel momentan dafür verteufelt, dass die Palästinensische Autonomiebehörde ihren Impfstoff selbst bestellt – wie es in den Osloer Verträgen festgelegt ist und wie Ramallah selbst es will.

Während Israel auf der einen Seite für seine Organisation von Massenimpfungen gelobt wird, tun sich auf der anderen Seite notorisch israelfeindliche Medien wie das deutsche ntv, das amerikanische CNN oder der britische The Guardian mit Beschuldigungen hervor, Israel würde bei der Impfung Palästinenser diskriminieren.

Die Wahrheit ist, dass die Zuständigkeit für das Gesundheitswesen gemäß Artikel 17 der als Osloer Verträge bekannten Israelisch-Palästinensischen Interimsabkommen ausschließlich bei den Palästinensern liegt, wobei das Impfwesen in Absatz 2 sogar explizit als palästinensische Zuständigkeit genannt wird.

Der für das Gesundheitswesen verantwortliche palästinensische Funktionär Osama al-Najjar kündigte bereits im Dezember an, dass man vier Millionen Einheiten des russischen Impfstoffes bestellt habe.

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Weil die russische Lieferung auf sich warten lässt, ersuchten die palästinensischen Behörden Israel um Lieferung einiger Einheiten „für Notfälle“, die auch prompt geliefert wurden, wobei vermutet wird, dass sie für hohe Funktionäre wie den 85-jährigen Präsidenten der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, bestimmt waren. Im Dezember starb der palästinensische Chefverhandler Saeb Erekat in einem israelischen Krankenhaus, wohin er, der wegen einer Lungentransplantation als Hochrisikopatient galt, zur Behandlung gebracht worden war.

Nach den Beschuldigungen in europäischen und amerikanischen Medien lag es nahe, dass nun auch die Palästinenser die Beschuldigung aufnahmen, die ihnen von diesen Medien geradezu in den Mund gelegt wurden. Dies gilt umso mehr, als sich die russischen Lieferungen nun verzögern dürften und wohl erst im März eintreffen werden, nachdem Putin in einem Telefongespräch mit Abbas nur 200.000 Dosen für die nächste Zukunft zusagen konnte.

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