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Der Iran foltert homosexuelle Kinder mit Elektroschocks

Motorraddemo im Iran fährt über LGBT-Flagge
Motorraddemo im Iran fährt über LGBT-Flagge (© Imago Images / ZUA Wire)

Das Regime, dass die Todesstrafe für homosexuellen Geschlechtsverkehr vorsieht, versucht LGBT-Kinder mittels Elektroschocks, Hormonen und Medikamenten zu „heilen“.

Benjamin Weinthal, Jerusalem Post

Ein am Mittwoch veröffentlichter UN-Bericht über Menschenrechtsverletzungen in der Islamischen Republik Iran enthält den schockierenden Befund, dass der theokratische Staat lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Kinder mit Elektroschocks foltert.

Der UN-Sonderberichterstatter für die Islamische Republik Iran, Javaid Rehman, schrieb, er sei „besorgt über Berichte, wonach lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Kinder Elektroschocks und der Verabreichung von Hormonen und starken psychoaktiven Medikamenten ausgesetzt wurden. Diese Praktiken kommen Folter und grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung gleich und verletzen die Verpflichtungen des Staates aus dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte und dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes.“

Peter Tatchell, ein britischer LGBTQ+- und Menschenrechtsaktivist, sagte der Jerusalem Post: „Es ist eine schockierende Enthüllung, dass das iranische Regime LGBT+-Kinder Elektroschocks, Hormonbehandlungen und psychoaktiven Medikamenten aussetzt, um ihre sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität zu ‚heilen‘. Diese Misshandlungen sind ein Widerhall der medizinischen Behandlungen für LGBT+-Personen durch die Nazis und andere faschistische Regime.“ (…)

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In dem UN-Bericht heißt es: „Der Sonderberichterstatter ist bestürzt, dass Personen, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell und transgender identifizieren, Menschenrechtsverletzungen und weit verbreiteter Diskriminierung ausgesetzt sind. Hochrangige Funktionäre des Regimes belegen die LGBT-Gemeinschaft mit hasserfüllten Begriffen, unter anderem indem sie Individuen als ‚untermenschenhaft‘ und ‚krankhaft‘ bezeichnen.“

„Sogar die Todesstrafe kann in der Islamischen Republik Iran für einvernehmliche sexuelle Aktivitäten zwischen Personen des gleichen Geschlechts verhängt werden“, schloss der Bericht. Laut einer Meldung von WikiLeaks aus dem Jahr 2008 hat das iranische Regime seit der iranischen Revolution 1979 4.000 bis 6.000 Schwule und Lesben hingerichtet.

(Aus dem Artikel Iran’s use of ‘electric shocks’ on gay children is torture, says UN report’“, der in der Jerusalem Post erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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