Demonstrationen im Iran: „Tod für Palästina!“, „Raus aus Syrien!“

„Einer unabhängigen Übersetzung der Parolen zufolge, die in den Videos der neuesten Demonstrationen im Iran zu hören sind, haben Demonstranten dort in einer überraschenden Wendung ‚Tod für Palästina‘ und ‚Raus aus Syrien, denkt an uns‘ skandiert. Die jüngsten Proteste begannen am Wochenende und wurden am Montag fortgesetzt. Die regierungsfeindlichen Demonstranten brachten ihre Frustration über die rasante Abwertung der iranischen Währung, des Rial, zum Ausdruck und protestierten gegen die anhaltende Finanzierung verschiedener Terrorgruppen in der Region und der militärischen Operationen in Syrien, mit denen der Iran den umkämpften Präsidenten Bashar al-Assad unterstützt. Die Demonstranten haben offenbar die Fixierung des iranischen Regimes auf Interventionen im Ausland auf Kosten der Wirtschaft des eigenen Landes satt – zumal die iranische Wirtschaft zudem durch den Rückzug Präsident Donald Trumps aus dem Atomabkommen und die Wiederinkraftsetzung der strengen Sanktionen gegen den Iran weiter geschwächt worden ist.

Zu hören waren Demonstranten, die auf Farsi ‚Tod für Palästina‘ skandierten. Dabei bezogen sie sich offenbar auf die Bestrebungen der iranischen Machthaber, die Regierung der Hamas im Gazastreifen finanziell zu unterstützen und dadurch den Terrorismus gegen Israel zu fördern. Außerdem haben die Demonstranten die massiven Ausgaben des Regimes für den Syrienkrieg satt. Sie skandierten ‚Raus aus Syrien, denkt an uns.‘ In anderen Videos ist zu hören, wie sie ‚Tod dem Diktator‘ rufen. Die Demonstrationen nehmen offenbar an Stärke zu und sollen in eine Großdemonstration vor dem Parlamentsgebäude in Teheran münden. Die iranische Polizei setzte Berichten zufolge Tränengas gegen die Demonstranten ein.

Saeed Ghasseminejad, ein Iranexperte bei der Foundation for Defense of Democracies, der die anhaltenden Proteste verfolgt, erklärte dem Free Beacon gegenüber, die Spannungen zwischen den Bürgern des Iran und dem fundamentalistischen Regime würden sich massiv zuspitzen. ‚Die Iraner haben das Regime satt, und zwar beide Fraktionen‘, so Ghasseminejad. ‚Im Laufe des letzten Jahres ist der Wert des Dollars im Verhältnis zum Rial um 140 Prozent gestiegen. Das Regime verkauft das Öl des Landes, um Terrorgruppen und seine militärischen Abenteuer in der Region zu finanzieren, während die Iraner Tag für Tag ärmer werden.‘“ (Adam Kredo: „Iranian Protestors Swarm Streets Chanting, ‚Death to Palestine‘“)

 

Ein Gedanke zu „Demonstrationen im Iran: „Tod für Palästina!“, „Raus aus Syrien!“

  1. Gottfried von Beutelratte

    Erstaunlich…und doch wieder nicht. Der iranischen Führung dürften wohl die Argumente für die „Auslandseinsätze“ der Revolutionsgarden bzw. das Finanzieren von terroristischen Gruppierungen ausgegangen sein.

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