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Coronavirus: Iran verschleiert Todesursache

Krankenschwester behandelt Corona-Patienten in Teheran
Krankenschwester behandelt Corona-Patienten in Teheran (© Imago Images / ZUMA Wire)

Die Behörden im Iran vertuschen die COVID-19-Todesfälle, indem sie Krankenhäuser anweisen, andere Todesursachen in den Totenscheinen anzugeben.

Ershad Alijani, France 24

Nach offiziellen Zahlen der iranischen Regierung – 9.000 bestätigte COVID-19-Fälle bis zum 11. März mit 354 Toten – ist der Iran nach China und Italien das am dritthärtesten betroffene Land der Welt. Aber regionale Beamte berichten von höheren Raten in ihren eigenen Gebieten und stellen die vom Gesundheitsministerium angekündigten Statistiken öffentlich in Frage.

Medizinisches Personal im Iran teilte den FRANCE-24-Beobachtern mit, dass die Krankenhausverwaltung jene Ärzte, deren Patienten am Coronavirus sterben, angewiesen hat, andere Ursachen in den offiziellen Totenscheinen anzugeben – wie Lungenentzündung oder Lungenembolie. (…)

Die Nachricht, dass sich mindestens 23 Mitglieder des iranischen Parlaments mit 290 Sitzen, d.h. 8 Prozent der Parlamentsmitglieder, mit dem Virus infiziert haben, hat die Frage aufgeworfen, warum die offiziell gemeldete Rate in der Allgemeinbevölkerung um so viel niedriger ist. (…) Nach offiziellen Angaben der Zentralregierung sind bisher 21 iranische Ärzte und Krankenschwestern an dem Virus gestorben, 11 davon in der Provinz Gilan.

Authorities in Iran ‚hiding‘ COVID-19 deaths by listing other causes on death reports

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