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Chuck Norris, ein wahrer Freund Israels

Chuck Norris mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu
Chuck Norris mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu (© Imago Images / Bestimage)

Chuck Norris war nicht nur Kampfkünstler und Schauspieler, sondern schrieb auch Kolumnen, in denen er sich als kenntnisreicher Beobachter der Nahostpolitik zeigte.

Am 19. März starb der Kampfkünstler und Schauspieler Chuck Norris, rund eine Woche nachdem er seinen 86. Geburtstag gefeiert hatte. Bevor Norris in die Filmbranche einstieg, war er erfolgreicher Karateweltmeister und gewann mehrere Titel. Seine Kampfsporterfahrung ebnete ihm den Weg nach Hollywood. Besonders bekannt ist sein Kampf gegen Bruce Lee im Kolosseum am Ende des Films Way of the Dragon (1972), der zu seinen frühesten Rollen zählt. Später spielte er in zahlreichen Actionfilmen und in der Serie Walker, Texas Ranger.

Im Actionfilm Delta Force (1986) übernahm Norris die Rolle eines Elite-Soldaten, der Teil einer Spezialeinheit zur Terrorismusbekämpfung ist. Die Handlung dreht sich um die Entführung eines Passagierflugzeugs durch Terroristen, die lose an reale Gruppen wie die Hisbollah angelehnt sind. Die Geiseln werden nach Beirut verschleppt, wo die Spezialeinheit schließlich eine riskante Befreiungsaktion durchführt. Der Film wurde 1985 teilweise in Israel gedreht.

Harte Wahrheiten

Im echten Leben bekämpfte Chuck Norris den Terrorismus nicht mit Waffen, sondern mit Kolumnen, die er seit den 2010er Jahren im Internet veröffentlichte. Stets zeigte er sich als ein entschiedener Freund des jüdischen Staates. »Als unser Verbündeter ist Israel auch ein Vorbild, von dem wir lernen können – vom inneren Wert des Judentums bis hin zu Israels Stärke und Sicherheit«, schrieb er 2013.

Im selben Jahr war er zu Gast beim israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und machte für ihn Wahlkampf. »Man könnte denken, dass ich in meinen Filmen ein harter Typ bin, aber in einem rauen Viertel wie dem Nahen Osten hat Israel seinen eigenen harten Typen«, sagte der damals 72-Jährige in einem Video, das Bilder von beiden Männern zeigt. »Sein Name ist Bibi Netanjahu.«

Chuck Norris lobte Netanjahus unnachgiebige Haltung gegenüber dem Mullah-Regime und seine erfolgreichen Bemühungen um die Freilassung der Hamas-Geisel Gilad Shalit.

2017 posierten die beiden erneut vor Kameras im Amtssitz des Ministerpräsidenten in Jerusalem. Netanjahu scherzte, dass mit Norris in der Nähe die Security nicht mehr notwendig sei. Norris bekräftigte seine Unterstützung für Netanjahu und sagte zu ihm: »Sie werden immer meine Unterstützung haben.«

Chuck Norris schrieb Kolumnen, in denen er sich als kenntnisreicher Beobachter der Nahostpolitik und des Kosmos der Terrororganisationen zeigte. In einem Beitrag, der neun Tage nach dem 7. Oktober erschien, warnte Norris, dass die Feinde Israels niemals aufhören werden, nach dem Tod der Juden zu trachten. »Tatsache ist, dass die Hamas, wie die Hisbollah (und alle Feinde Israels, einschließlich des Irans), nicht aufhören wird. Sie sind Barbaren und müssen gestoppt werden, damit diese Massaker an Juden ein Ende haben.«

Die Tatsache, dass »über 1.300 Opfer und Helden aus 22 Ländern weltweit« stammten, sei ein weiterer Beweis dafür, dass das Massaker der Hamas ein Terroranschlag auf die gesamte Menschheit sei. »Daher muss die ganze Welt diesen brutalen und barbarischen Terrorakt verurteilen und, noch wichtiger, Israel beistehen und sein Recht unterstützen, seine Nation und sein Volk zu verteidigen, bis die Hamas zerschlagen ist.«

Am 7. Oktober 2024, dem Jahrestag der Massaker und Massenentführungen, betonte Norris, dass dies auch ein Angriff des Iran auf die USA sei. »Der 7. Oktober markiert den sehr schmerzhaften ersten Jahrestag, an dem die dschihadistischen und vom Iran unterstützten Hamas-Terroristen ein barbarisches Überraschungsmassaker in Israel verübten, bei dem 1.200 unschuldige Menschen getötet und über 254 entführt wurden.«

Die »1.454 Opfer«, so Norris, stammten nicht nur aus Israel, »sondern aus über vierzig Nationen, darunter die Vereinigten Staaten, Kanada, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Thailand, Nepal und mehrere andere Länder. Das jüngste Opfer war ein neugeborenes Baby, das vierzehn Stunden nach der Geburt starb, und das älteste eine 94-jährige Frau.«

Ziel der Mullahs: die Vernichtung Israels

Hinter der Gewalt stehe maßgeblich die Islamische Republik Iran, die das erklärte Ziel verfolge, Israel zu zerstören: »Vergessen Sie niemals: Die Hamas im Gazastreifen, die Hisbollah im Libanon, die Huthi im Jemen und andere werden von ihrem größeren islamischen Bruder, dem Iran, dem größten Terrorstaat der Welt, finanziert, bewaffnet und gestärkt.«

Die massiven iranischen Raketenangriffe auf Israel am 1. Oktober 2024 – zu der Zeit, als Norris die Kolumne schrieb – hätten die Bedrohung neuerlich vor Augen geführt. Die Regierung von Joe Biden und Kamala Harris kümmere das aber nicht, erklärte Norris. Sie würde weiterhin Geldströme ermöglichen, die den Mullahs zugutekämen. Norris sprach von 100 Milliarden Dollar, die dem Regime durch den Atomdeal und die Aufhebung von Sanktionen zugeflossen seien.

Selbst nach den Massakern des 7. Oktobers habe die Biden-Regierung noch die Aussetzung von Sanktionen gegen Teheran verlängert. »Wie können Obama, Biden und Harris die Verantwortung für das Chaos im Nahen Osten (und sogar für amerikanische Opfer) abstreiten, wenn sie über hundert Milliarden Dollar an Irans Staatskasse gespendet haben?«

In den letzten vier Jahrzehnten habe »der Iran im Nahen Osten so viel Geld und Macht erlangt, dass er derzeit den Irak über die Kataib Hisbollah und andere Gruppierungen kontrolliert, den Jemen über die Huthi, den Libanon und Syrien über die Hisbollah, Pakistan über die Zaynabiyoun-Brigade, Afghanistan über die Fatemiyoun-Division, Bahrain über die Al-Ashtar-Brigaden und natürlich den Gazastreifen über die Hamas, die er finanziert und stärkt. Über die Hisbollah al-Hedschas hat der Iran sogar in Saudi-Arabien Fuß gefasst und sich verpflichtet, 12.000 Kämpfer des ›islamischen Widerstands‹ in Jordanien zu bewaffnen und auszurüsten!«

Vergessen dürfe man nicht, dass der Iran bereits mit »drei weiteren wichtigen globalen Feinden der USA und Israels« paktiere: Russland, China und Nordkorea. Das Hauptziel der Islamischen Republik und ihrer terroristischen Stellvertreter im Nahen Osten sei klar: »Es ist einfach und unmissverständlich: die Vernichtung des Staates Israel.« Norris bemerkte, dass Ayatollah Ali Khamenei Israel als »krebsartigen Tumor« bezeichnet hatte. Damit habe er »eine Rhetorik« wiederholt, »die sich seit der Gründung der Islamischen Republik 1979 kaum verändert hat«. Er erinnerte auch daran, dass Khamenei nach den Raketenangriffen auf Israel in einem Beitrag auf X geprahlt hatte: »Jerusalem wird in den Händen der Muslime sein.«

»Was ist an diesem Wahnsinn im Nahen Osten, der letztlich zu einem Dritten Weltkrieg führt, ihn finanziert und anheizt, so unklar?«, fragte Norris. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu habe völlig Recht gehabt, als er das iranische Atomabkommen als schwere Tragödie und Bedrohung nicht nur für Israel, sondern auch als »historischen Fehler für die Welt« bezeichnete.

An der Seite Israels

Immer wieder forderte der bekennende Christ Chuck Norris seine Anhänger dazu auf, in Einklang mit Psalm 122 – einem Psalm Davids – für den Frieden in Jerusalem zu beten. »In diesem Sinne beten wir für ganz Israel, insbesondere für seine Militärangehörigen und vor allem für seine Spezialeinheiten«, so Norris. »Wir beten für die amerikanischen Helden, die in den Krieg ziehen: Reservisten und Freiwillige der israelischen Streitkräfte fliegen nach Israel, um als Scharfschützen, Feuerwehrleute und Rettungskräfte gegen die Hamas-Terroristen zu kämpfen. Wir beten auch für die Ersthelfer und das medizinische Personal.«

Vor allem aber bete er »für die Opfer und ihre trauernden Angehörigen und Freunde. Wir beten für biblische Gerechtigkeit. Wir beten für den Frieden in Jerusalem und im gesamten Nahen Osten. Wir beten, dass Gottes Reich komme und sein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.«

Über einem Foto, das ihn mit einem lachenden Chuck Norris zeigt, schrieb der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu vor wenigen Tagen auf X: Meine Ehefrau »Sara und ich sind tief betroffen vom Tod von Chuck Norris, einem großen Freund Israels und einem engen persönlichen Freund. Chuck brachte die Kampfkunst und seine herzliche Art Millionen von Menschen weltweit näher. Möge sein Andenken ein Segen sein.«

Israels Nationalbibliothek ehrte Norris mit einem Foto von 1985, das ihn beim Dreh des Films Delta Force in Israel zeigt.

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