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Buchtipp: Der dreckige Deal der Schweiz mit dem Terror

(von Christian Ortner) Jänner 1969, Airport Amman, Jordanien: Amena Dahbor, eine 22-jährige Palästinenserin, und ihr Liebhaber Abdel Mehsen besteigen eine KLM-Maschine nach Wien. Im Hotel „Weißer Hahn“ in der Josefstädterstraße übernachten sie, um am nächsten Tag nach Zürich zu fliegen. In seinem Koffer transportiert Mehsen zwei Sturmgewehre, die Magazine dazu sind im Gepäck seiner Begleiterin. Mangels Sicherheitskontrollen ist so etwas 1969 noch möglich. Was dann geschah, war Auftakt zu einer blutigen Terrorwelle, die in einem bisher nicht öffentlich bekannten fragwürdigen Deal der Schweiz mit den palästinensischen Terroristen mündete. Aufgedeckt hat dieses unanständige Geschäft Marcel Gyr, Redakteur der Neuen Zürcher Zeitung, in seinem exzellenten Buch „Schweizer Terrorjahre – Das geheime Abkommen mit der PLO“.

Zürich, Kloten Airport, 18. Februar 1969, abends. Abdel Mehsen, Amena Dahbor und zwei weitere Komplizen nehmen vom Rand der Piste aus die startklare Boeing 707 der israelischen Fluggesellschaft El-Al unter Beschuss. Ein Pilot wird getötet, ein Sicherheitsbeamter schießt zurück und tötet einen der Terroristen, den Passagieren geschieht nichts, die Polizei kann die Attentäter festnehmen. Ein Jahr später sprengen palästinensische Attentäter eine „Coronado“ der Swissair mit einer Bombe in der Luft, alle 47 Menschen an Bord sterben; der 47-fache Mord ist das größte Verbrechen der schweizerischen Nachkriegsgeschichte, und wenige Monate später wird eine DC-8 der schweizerischen Airline nach Jordanien entführt, hundert Passagiere werden zu Geiseln. (weiter hier)

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