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Berlin: Amokfahrt vermutlich islamistischer Anschlag

Die A100 in Berlin war am Dienstagabend Schauplatz einer Amokfahrt. (imago images/Dirk Sattler)
Die A100 in Berlin war am Dienstagabend Schauplatz einer Amokfahrt. (<a href="http://www.imago-images.de">imago images</a>/Dirk Sattler)

Anzeichen sprechen dafür, dass die Amokfahrt eines Irakers in Berlin am Dienstag ein islamistischer Terroranschlag gewesen sein könnte.

Betschka/Alexander Fröhlich, Der Tagesspiegel

Das Geschehen auf der Berliner Stadtautobahn am Dienstagabend war offenbar dramatischer als bislang angenommen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin, Martin Steltner, sagte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch über den festgenommenen 30-jährigen Iraker Sarmad A.: „Der Mann ist dringend tatverdächtig, gezielt Jagd auf Motorräder gemacht zu haben.“ Zwei habe er erfolgreich gerammt, einen Motorroller touchiert.

Insgesamt drei Menschen wurden verletzt, als einer von ihnen, ein Feuerwehrmann, schwebt in Lebensgefahr. Er ist hat schwere Kopf- und Wirbelverletzungen, sagte Steltner. „Es ist nicht klar, ob er durchkommt“, hieß es in Sicherheitskreisen. (…)

Die Amokfahrt auf der A100 begann am Dienstagabend gegen 18.35. Es kam zu Zusammenstößen in Wilmersdorf, Schöneberg und Tempelhof. Der Tatverdächtige A. stieg nach dem letzten Angriff aus seinem Auto aus, rollte auf der Autobahn einen Gebetsteppich aus und begann zu beten. Ein Streifenpolizist, zufälligerweise mit arabischem Hintergrund, näherte sich dem Mann, sprach ihn an, zog ihn vom Fahrzeug weg und nahm ihn fest. (…)

Der 1990 in Bagdad geborene und in Reinickendorf lebende Sarmad A. ist der Polizei schon länger bekannt. Bis Oktober 2019 lebte er in einer Flüchtlingsunterkunft in Treptow-Köpenick. Dort fiel er 2018 mit Körperverletzungsdelikten auf. (…)

Möglicherweise hat sich Sarmad A. in der Flüchtlingsunterkunft radikalisiert. Der Iraker habe in Kontakt zu einem als Gefährder bekannten Islamisten gestanden, heißt es aus Sicherheitskreisen. Der Gefährder werde dem Spektrum der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zugeordnet. (…)

Äußerungen von A. legten außerdem ein islamistisches Motiv nahe. Nach Tagesspiegel-Informationen hatte der Mann auf der Autobahn A100 unter anderem „Allahu Akbar“ gerufen und gesagt: „Keiner kommt näher, sonst werdet ihr sterben“. (…) Auf seiner Facebook-Seite hatte der Iraker am Tattag Fotos des Autos, mit dem er später absichtlich mehrere Fahrzeuge rammte, sowie religiöse Sprüche gepostet. Auf Arabisch schrieb er einen Text, in dem es heißt, er wolle am Freitag Palästina betreten, und: Gott ist groß. Außerdem schrieb er das Wort „Märtyrer“.

(Aus dem Artikel „Tatverdächtiger soll „gezielt Jagd auf Motorräder“ gemacht haben“, der beim Tagesspiegel veröffentlicht wurde.)

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