Bereits 57 Hinrichtungen in Saudi-Arabien im Jahr 2018

Donald Trump und Theresa May werden gedrängt, im Fall eines saudischen Studenten zu intervenieren, der von einer US-Universität zugelassen wurde und dem die Hinrichtung droht, weil er gegen die saudische Regierung demonstriert hat. Mujtaba’a al-Sweikat sollte sein Studium an der Western Michigan University aufnehmen, als er 2012 auf dem Weg in die USA auf einem saudischen Flughafen verhaftet wurde. Er war damals gerade siebzehn Jahre alt. Er gehörte zu einer Gruppe von vierzehn jungen Männern, die in dem ultrakonservativen Königreich für demokratische Rechte demonstriert hatten. In dem Land finden schwerwiegende Verstöße gegen die Menschenrechte statt. In diesem Jahr wurden dort bislang 57 Menschen hingerichtet.

Human Rights Watch und Amnesty International zufolge hätten die Männer unter der Folter die ihnen zur Last gelegten Verbrechen gestanden und seien nach zweieinhalbjähriger Untersuchungshaft in den Todestrakt verlegt worden. Mehrere von ihnen haben ihr Geständnis unterdessen widerrufen. Dem in Großbritannien ansässigen Verein Reprieve liegen Informationen vor, denen zufolge einer der Verurteilten hör- und sehbehindert sei. (…) Das streng islamische Saudi-Arabien köpft, steinigt und kreuzigt zum Tode verurteilte Bürger. Zu den Verbrechen, auf die die Todesstrafe steht, gehört unter anderem Ehebruch. Köpfungen finden häufig auf öffentlichen Plätzen statt, wo die kopflosen Leichen anschließend ausgestellt werden. (…) Al-Sweikat beteiligte sich an den Protesten, die sich 2011/12 in Saudi-Arabien ausbreiteten. Sie begannen, als ein Mann sich in der Folge des Arabischen Frühlings selbst in Brand steckte. Die saudischen Sicherheitskräfte schritten rasch gegen die Proteste ein, töteten mehrere Demonstranten und verhafteten viele andere. Von den Verhafteten wurden 46 im Januar 2016 hingerichtet.” (Rachel Roberts: „Donald Trump urged to intervene in case of Saudi student facing execution for protesting the Kingdom’s rulers“)

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