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Enormer Anstieg von Corona-Infektionen im Süden Syriens

Der starke Anstieg bei den Corona-Fällen belastet den Gesundheitssektor in Syrien
Der starke Anstieg bei den Corona-Fällen belastet den Gesundheitssektor in Syrien (© Imago Images / Xinhua)

Die starke Ausbreitung von Corona-Erkrankungen belastet den Gesundheitssektor in der syrischen Region Daraa. Krankenhäuser sind mittlerweile auf private Spenden angewiesen.

Nawwar Horani, Al-Monitor

Nach Angaben mehrerer medizinischer Quellen in der südsyrischen Provinz Daraa heban die registrierten Corona-Fälle von Anfang Oktober bis zum 17. November die Zahl von 52.000 Neuinfektionen überschritten. Mit dem Anstieg der Infektionen droht auch der Gesundheitssektor in der Provinz zusammenzubrechen.

Die medizinischen Zentren sind nicht in der Lage sind, die Pandemie einzudämmen und die medizinische Grundversorgung zu gewährleisten, was sie dazu veranlasst hat, öffentliche Initiativen zu starten, um Spenden zu sammeln und die Versorgung mit den notwendigen Behandlungsmitteln zu sichern.

Nach Angaben lokaler Medien war die Zahl der COVID-19-Fälle deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wobei zu berücksichtigen ist, dass die aktuelle Zahl der Infektionen und Todesfälle wahrscheinlich noch höher ist als die vom Gesundheitsministerium der syrischen Regierung angegebenen Zahlen.

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Das Mediennetzwerk Daraa 42 berichtete, dass die steigende Zahl der Fälle dazu geführt hat, dass die Isolationszentren voll belegt sind und sich viele Einheimische nicht mehr in staatliche Krankenhäuser einweisen lassen, sondern lieber zu Hause bleiben.

Amer al-Hourani, Sprecher des Ahrar Houran Media Network, erklärte gegenüber Al-Monitor, dass die vom Gesundheitsministerium gemeldeten Infektionszahlen deutlich niedriger zu sein scheinen, als die Zahl der schweren Fälle in den Spitälern vermuten lässt, während es an Krankenhausbetten und Sauerstoffvorräten in den staatlichen Krankenhäusern mangelt und die Impfrate niedrig ist.

„Die offiziellen Zahlen des Ministers spiegeln die Realität vor Ort nicht wider, wenn man sie mit den Todesanzeigen und den Fällen vergleicht, die täglich von Einwohnern in den sozialen Medien geteilt werden“, sagte Hourani.

Er fügte hinzu: „Viele Menschen lügen über die Todesursache ihrer Verwandten oder leugnen, infiziert zu sein, damit sie weiterhin Leute treffen und zur Arbeit gehen können. Ebenso lügen sie aus Angst, isoliert zu werden, falls Freunde oder Verwandte herausfinden, dass jemand in einer bestimmten Familie an COVID-19 gestorben ist. Dies erschwert die Erfassung der tatsächlichen Zahl der Corona-Todesfälle und -Infektionen.“

(Aus dem Artikel Unprecedented COVID spread plagues health sector in Syria’s Daraa, in bei al-Monitor erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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