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Eroberung von Beaufort beeinträchtigt Hisbollah-Aktivitäten erheblich

Strategisch wichtiger Bergkamm: Israelische Soldaten nehmen Beaufort im Libanon ein
Strategisch wichtiger Bergkamm: Israelische Soldaten nehmen Beaufort im Libanon ein (Quelle: JNS)

Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) weiteten ihre Bodenoffensive über den Litani-Fluss hinaus aus, um die Kontrolle über die strategisch wichtige Anhöhe im Südlibanon zu erlangen.

Yaakov Lappin

Die Eroberung des strategisch bedeutsamen Beaufort-Kamms durch israelische Bodentruppen, die am Sonntag von den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF) bekannt gegeben wurde, markiert nach jahrzehntelanger Abwesenheit einen maßgeblichen Wendepunkt im Kampf gegen die Hisbollah. Israelische Streitkräfte eroberten die historische Stätte sowie den Talat-Ali-al-Taher-Kamm, nachdem sie den Litani-Fluss überquert hatten.

Der Forschungsleiter am Alma Research and Education Center, Tal Beeri, der zuvor zwanzig Jahre lang im Nachrichtendienst der IDF gedient hatte, erklärte, dass die Einnahme dieser Stellungen das operative Kräfteverhältnis im gesamten Sektor verändere. Die physische Präsenz israelischer Streitkräfte auf den Anhöhen versetzt sie laut Beeri in die Lage, die Bewegungen feindlicher Einheiten, die aus tief im Hinterland gelegenen Sammelplätzen hervorkommen, aktiv zu stören.

»Dies ist ein strategisches Gebiet, von dem aus der Raum Nabatieh im Nordwesten und der Raum Marjayoun im Nordosten kontrollierbar sind.« In die Region »münden unter anderem die Hisbollah-Anmarschwege für Verstärkung und Nachschub aus dem Gebiet nördlich des Litani und aus der südlichen Bekaa-Ebene.« Daher stört die dort wiederhergestellte israelische Präsenz die Operationen der Hisbollah erheblich. »Über den symbolischen Erfolg hinaus schadet die Kontrolle über diesen geografischen Raum der Organisation und den Aktivitäten der Hisbollah im Gebiet von Nabatieh erheblich, das für diese ein bedeutendes Zentrum im Südlibanon darstellt.«

Der ehemalige stellvertretende Leiter der Analyseabteilung des IDF-Militärgeheimdienstes, Jacques Neriah vom Jerusalem Center for Security and Foreign Affairs, stellte am Montag fest, dass es bislang kein grünes Licht aus Washington gegeben habe, die Hochburgen der Hisbollah im Beiruter Stadtteil Dahiyeh und in der Bekaa-Ebene anzugreifen. Kurz darauf kündigten Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz jedoch eine offensichtliche Änderung der Vorgehensweise an. Sie erklärten in einer gemeinsamen Verlautbarung, dass sie aufgrund der anhaltenden Verstöße der Hisbollah gegen den Waffenstillstand das Militär angewiesen hätten, Terrorziele in Dahiyeh anzugreifen.

Israel konzentriere »sich darauf, die schiitische Basis im Südlibanon [Jabal Amel, das Herzstück der schiitischen Geschichtsdeutung] zu schwächen, wobei der Fokus auf den beiden wichtigen Städten Tyros und Nabatieh liegt«, urteilte Neriah. Die Sicherung der neu eroberten Gebiete ohne die Unterstützung verbündeter einheimischer Streitkräfte stelle jedoch eine Herausforderung dar. So erschwere das Fehlen einer libanesischen Partnertruppe die logistischen Überlegungen für den Generalstab der IDF. »Im Gegensatz zur Vergangenheit verfügt Israel heute nicht über die Südlibanesische Armee. Daher wird die Belastung durch die Sicherung des Gebiets groß sein und mindestens zwei Divisionen auf permanenter Basis erfordern.«

Solange Israel nicht gegen die Hisbollah in Beirut und der Bekaa-Ebene vorgehe, »werden wir keine Schwächung der Macht der Organisation erleben – eine Schwächung, die es der libanesischen Regierung ermöglichen würde, sich aus dem Würgegriff der Hisbollah zu befreien«, fügte Neriah hinzu. »Man darf nicht vergessen, dass das Schicksal der libanesischen Front von einem Abkommen abhängt, das zwischen dem Iran und den USA geschlossen wird oder nicht.«

Zum Schutz Nordisraels

Am Sonntag erklärte Israels Verteidigungsminister: »Vierundvierzig Jahre nach der heldenhaften Schlacht auf dem Beaufort, einer Schlacht, die das Leben der Besten unserer Söhne forderte, kehrten Soldaten der Golani-Brigade, Kämpfer der IDF, an der Spitze der Golani-Brigade auf den Gipfel des Beaufort zurück und hissten dort erneut die Flagge Israels und die Flagge der Golani.« Katz bestätigte, dass der Vorstoß eine genehmigte Ausweitung der Kriegsziele darstellte, die unter direkten politischen und militärischen Anweisungen durchgeführt wurde, um eine Pufferzone zum Schutz Nordisraels zu errichten.

»Gemäß der Anweisung von Premierminister Netanjahu und mir haben die IDF die Operation im Libanon ausgeweitet, den Litani-Fluss überquert und den Beaufort-Kamm eingenommen. Dieser stellt einen strategischen Kontrollpunkt dar, der für die Verteidigung der Bewohner Galiläas und für die Wahrung der Sicherheit unserer Streitkräfte von entscheidender Bedeutung ist«, sagte Katz. »Sechsundzwanzig Jahre nach dem Rückzug aus der Sicherheitszone im Libanon weht die Flagge Israels wieder auf den Gipfeln, die die Gemeinden Galiläas überragen.«

Die IDF bestätigten am Sonntag, eine koordinierte Offensive gestartet zu haben, die den Beaufort-Kamm und das Gebiet Wadi al-Saluki im Südlibanon umfasse. Das Hauptziel des synchronisierten Vorstoßes sei es, die tief verwurzelte Terrorinfrastruktur zu zerstören und Hisbollah-Zellen zu eliminieren. Damit werden »direkte Bedrohungen für die Gemeinden Nordgaliläas und für Metula wirksam beseitigt, was ein Teil der laufenden Bemühungen zur Stärkung der operativen Kontrolle im Südlibanon ist.«

Vor dem Einmarsch von Infanterie- und Panzereinheiten führte die israelische Luftwaffe eine Welle von Präzisionsschlägen gegen Hisbollah-Ziele durch, begleitet von Artillerie- und Panzerfeuer sowie Pionierarbeiten, um die Operation zu ermöglichen. »Die IDF operieren in der Nähe von Nabatieh, einer bedeutenden Hisbollah-Hochburg im Südlibanon, und sind bereit, die Offensive bei Bedarf auszuweiten«, teilte das Militär mit.

Yaakov Lappin ist Korrespondent und Analyst für militärische Angelegenheiten in Israel, hausinterner Analyst am MirYam-Institut, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Alma-Forschungs- und Bildungszentrum und am Begin-Sadat-Zentrum für strategische Studien an der Bar-Ilan-Universität sowie Autor von Virtual Caliphate – Exposing the Islamist State on the Internet. (Der Text erschien auf Englisch zuerst beim Jewish News Syndicate. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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