BBC Arabic verschweigt antisemitische Motive des Attentäters von Halle

 

Auf dem arabischsprachigen Kanal des britischen Medienkonzerns wurde nicht erwähnt, dass der Anschlag in Halle Juden galt.

„In einem Bericht über den Anschlag auf die Synagoge in Halle auf der arabischen Website von BBC werden Antisemitismus und Juden nicht erwähnt. Es wird lediglich erwähnt, dass ‚der Angriff, laut einigen deutschen Nachrichtenagenturen, in der Nähe einer Synagoge stattgefunden habe, was jedoch nicht bestätigt werden kann.‘ Der Bericht erschien trotz der Tatsache, dass die Beweggründe des Angreifers und das Ziel – eine Synagoge an Jom Kippur, dem heiligsten Tag des jüdischen Kalenders – völlig klar waren und leicht durch das Livestream-Video bestätigt werden können, das der Angreifer selbst online gestellt hatte.

Der Artikel gibt an, dass zwei Menschen während einer Schießerei ums Leben gekommen sind und der Angreifer auf einen Kebab-Laden geschossen habe, mit dem Hinweis, dass er ‚ebenfalls eine Bombe auf einen Friedhof warf‘, ohne jedoch zu erklären, dass sich der Friedhof auf dem Synagogengelände befand, welches das Hauptziel des Bewaffneten war. Der Täter hat selbst bestätigt, dass Antisemitismus sein Motiv war, und er veröffentlichte vor dem Angriff ein antisemitisches Manifest. Der Vorfall fällt in einen Zeitraum, in dem der Antisemitismus in Deutschland ansteigt.

Campaign Against Antisemitism zeigte sich angewidert darüber, dass BBC eine derart irreführende Berichterstattung zu einem heiklen Thema veröffentlichte, aber dies ist, angesichts der angespannten Beziehungen zwischen dem Nachrichtensender und der jüdischen Gemeinde nicht ganz überraschend.

Es ist besonders alarmierend, dass die BBC diese verzerrende Berichterstattung auf ihrem arabischsprachigen Kanal veröffentlicht hat, da sie einem Trend in der BBC-Berichterstattung entspricht. In einem vor einigen Jahren veröffentlichten BBC-Nachrichtenartikel hieß es beispielsweise: ‚Der Holocaust ist für viele Muslime ein heikles Thema, weil sich jüdische Überlebende im britischen Mandatsgebiet Palästina niedergelassen haben, in einem Land, das später zum Staat Israel wurde.’ Eine empörende und beleidigende Behauptung, die die Einstellung des Mediums in Bezug auf die Berichterstattung über Judenhass und die Politik im Nahen Osten genau wiederzugeben schien.

Mit diesem jüngsten Fauxpas hat die BBC den Verdacht noch weiter verstärkt, dass der Nachrichtensender eine ehrliche Berichterstattung über Antisemitismus als potenziell anstößig für Muslime und arabischsprachige Menschen ansieht.“ (Bericht der Camapign Against Antisemitism: „BBC Arabic describes Halle shooting as attack on kebab shop and does not mention attempted synagogue massacre“)

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