Attentäter erschossen am australischen Bondi Beach mindestens elf Menschen. Sie haben gezielt auf Juden gefeuert.
Am berühmten Bondi Beach der australischen Metropole Sydney haben Terroristen gegen 18 Uhr Ortszeit offenbar gezielt das Feuer auf Besucher einer Chanukka-Feier am Strand eröffnet. Auf Videoaufnahmen, die auf sozialen Medien geteilt werden, sind zwei Attentäter zu sehen; die Polizei schließt gegenwärtig jedoch nicht aus, dass noch mehr Terroristen involviert gewesen sein könnten.
Die Attentäter sollen rund zehn Minuten lang auf die Besucher des jüdischen Festes am Strand gefeuert haben, vereinzelt anwesende Polizisten sollen das Feuer erwidert haben. Bislang sprechen die australischen Behörden von elf Todesopfern und mindestens einem Dutzend Verletzten. Laut Polizeiangaben wurde einer der Terroristen getötet, der andere soll sich in Gewahrsam befinden und in »kritischem Zustand« in ein Krankenhaus gebracht worden sein. In einem geparkten Auto wurde laut Polizeiangaben zumindest ein Sprengsatz gefunden.
Die Polizei gibt an, Informationen über die Identität der Terroristen zu verfügen, will diese aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht öffentlich machen.
Der australische Premierminister Anthony Albanese sorgte mit einer ersten Erklärung für Empörung, in der er sich über die Ereignisse am Bondi Beach »geschockt« zeigte und schrieb: »Meine Gedanken sind bei allen Betroffenen.« Mit keinem Wort erwähnte der Premier, dass die Terroristen offenbar gezielt Juden ins Visier genommen hatten. Erst in einem später veröffentlichten Video-Statement sprach Albanese von einem »gezielten Angriff auf jüdische Australier am ersten Tag von Chanukka« und sagte: »Ein Angriff auf jüdische Australier ist ein Angriff auf alle Australier.«
Unter den bei dem Angriff Verletzten befindet sich auch der unter anderem durch seine Postings in sozialen Medien weithin bekannte Menschenrechtsaktivist und Publizist Arsen Ostrovsky, der erst vor zwei Wochen vor dem »alarmierenden Anstieg des Judenhasses« in Australien seit dem 7. Oktober 2023 gewarnt hat. Er wies dabei ausdrücklich auf antisemitische Graffitis am Bondi Beach hin.
Er ist der Held von Sydney.
— Iman Sefati (@ISefati) December 14, 2025
Ahmad Al Ahmed – Muslim, Familienvater, zwei Kinder.
Ein Mann, der eingriff, als andere flohen.
Ein Vater, der Leben rettete.
Ein Held, der keinen Moment gezögert hat ❤️❤️❤️ pic.twitter.com/sqUdyiq99P






