Außenminister Zarif: Scheitern des Atomdeals sehr gefährlich für den Iran

„Die Trump-Administration weiß genau, wie man mit der despotischen Regierung des Iran, dem führenden staatlichen Förderer des Terrorismus weltweit, umgeht. Am Sonntag gab der iranische Außenminister Mohammed Java Zarif vor der iranischen Industrie- und Handelskammer zu, dass ein Scheitern des Atomabkommens von 2015 ‚sehr gefährliche Folgen‘ für das Land haben würde. Vor dem Hintergrund der immer energischer werdenden regierungsfeindlichen Proteste in dem Land ging es Zarif vermutlich darum, dass zusätzlicher Druck auf die Wirtschaft des Iran zum Sturz des Regimes führen könnte.

Wie Reuters berichtete, ‚stürzte der iranische Rial im freien Handel auf einen neuen Tiefststand dem Dollar gegenüber ab und setzt damit den Sturzflug fort, der auf Befürchtungen zurückzuführen ist, dass die US-Sanktionen nach Präsident Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen mit Teheran im Mai wieder eingeführt werden könnten. Der Wechselkurswebseite Bonbast.com zufolge, die den freien Markt beobachtet, gab es für den Dollar bis zu 87.000 Rial. Noch am Donnerstag, dem letzten Handelstag vor dem iranischen Wochenende, waren es 75.500 Rial. Der Absturz des Rial hat die Protestbewegung weiter angeheizt.

Radio Free Europe berichtete, Zarif habe der iranischen Industrie- und Handelskammer gegenüber erklärt, dass ‚wir das Abkommen preisen oder kleinreden können. Uns sollte aber klar sein, dass ein Scheitern des Abkommens sehr gefährliche Folgen für uns haben wird. Dies wäre gewiss nicht die Wahl des [iranischen politischen] Systems‘. Radio Free Europe zufolge habe Zarif erklärt, ein Scheitern des Abkommens könnte den Iran politisch isolieren.“ (Hank Berrien: „Trump Winning in Iran: Foreign Minister Fears Collapse Of Nuclear Deal Could Topple Government“)

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