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Atomverhandlungen: Iran schließt Interimsabkommen aus

Der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian
Der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian (© Imago Images / ZUMA Wire)

Der Iran beharrt weiterhin auf einer Alles-Oder-Nichts-Position, die es sehr schwer machen wird, eine tragfähige Kompromissformel zu finden.

Das iranische Außenministerium schloss am Montag aus, bei den Atomverhandlungen in Wien ein Interimsabkommen abzuschließen, auf dessen Basis in Folge bislang offen gebliebene Fragen geklärt werden könnten. Ein Sprecher der Behörde betonte, die Islamische Republik sei nur an einem langfristigen und tragfähigen Abkommen interessiert, wie die Times of Israel berichtet.

»Ein Abkommen, das diese beiden Bedingungen nicht erfüllt, steht nicht auf unserer Agenda«, erklärte Saeed Khatibzadeh und fügte ergänzend hinzu:

»Alle Beteiligten müssen sicherstellen, dass die Rückkehr der USA zum Atomdeal vom Jahr 2015 [der 2018 vom damaligen Präsidenten Donald Trump aufgekündigt wurde; Anm. Mena-Watch] mit der überprüfbaren Garantie einhergeht, dass die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Das wäre durch ein Interimsabkommen nicht gewährleistet.«

Am Sonntag betonte Irans Außenminister Hossein Amir-Abdollahian laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, die Verhandlungen befänden sich aufgrund der iranischen Initiativen auf dem richtigen Weg. »Wir stehen kurz vor einem vernünftigen Abkommen, aber nun liegt es an der Gegenseite, dass wir dieses demnächst auch wirklich erreichen können.«

Der Iran habe kein Interesse daran, sich aus den Verhandlungen zurückzuziehen, aber »es ist wichtig für uns, dass die Rechte und Interessen unseres Landes verteidigt werden«. Amir-Abdollahian lobte in dem Zusammenhang die Bemühungen Frankreichs, zu einer vernünftigen Verhandlungsführung zurückgekehrt zu sein, nachdem es zuvor die Rolle des »Bad Cops« eingenommen habe.

Dies habe, »wie wir glauben«, auch die USA gezwungen, »sich der Realität anzupassen«, nachdem sie kurz zuvor noch inakzeptable Forderungen gestellt hätten. Letztendlich bestehe »ein gutes Abkommen aus einem Deal, der alle Parteien zufriedenstellt«.

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian hatte am Freitag erklärt, die Verhandlungen würden sich durchaus positiv entwickeln, betonte jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit, sie zu einem schnellen Abschluss zu bringen.

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