Assd: Demilitarisierte Zone in Idlib ist bloß vorübergehendes Provisorium

„Bashar al-Assad beharrt darauf, dass die von Russland und der Türkei vereinbarte demilitarisierte Zone in Nordwestsyrien ein Provisorium sei. Seine Streitkräfte würden die letzte Hochburg der Aufständischen zurückerobern. Am 17. September hatten Russland, der wichtigste Verbündete des Assad-Regimes, und die Türkei die Schaffung einer Pufferzone um Idlib und den Norden der Provinz Hama bekanntgegeben. In dem Gebiet leben schätzungsweise drei Millionen Menschen. Durch die Vereinbarung wurde eine Offensive der Russen und des Regimes zur Rückeroberung des Gebiets, in dem türkische Streitkräfte die Aufständischen unterstützen, vorerst abgewendet. Der syrische Außenminister Waldi al-Moallem hatte vergangene Woche die Zustimmung des Regimes zu der Vereinbarung signalisiert. Doch beharrte Assad in seinen ausführlichsten Bemerkungen seit der Bekanntgabe der Vereinbarung darauf, die fünfzehn bis 20 Kilometer breite Zone sei ein ‚Provisorium‘.

Assad erklärte dem Zentralkomitee der Baath-Partei, die Vereinbarung habe einem Blutvergießen vorgebeugt, doch bestand er im Einklang mit seiner Aussage, dass ‚jeder Zentimeter‘ des Landes zurückerobert würde, darauf, dass ‚diese Provinz und andere weiterhin von den Terroristen kontrollierte Teile Syriens wieder vom syrischen Staat übernommen‘ würden. Er unterstrich diese Vorgabe, indem er erklärte, die ‚westliche Hysterie‘ angesichts der vorerst abgewendeten gemeinsamen Offensive der russischen und regierungstreuen Streitkräfte habe gezeigt, wie wichtig Idlib dem Westen sei. Die Rückeroberung Idlibs werde daher das ‚Scheitern der [westlichen] Verschwörung gegen Syrien bedeuten‘. Syrien werde dann ‘wieder eine größere Gefahr für das [westliche] Projekt in der Region darstellen’.

Doch schien sich Assad seiner Position auch nach der Rückeroberung fast aller aufständischen Gebiete um Damaskus herum und im Süden des Landes im Laufe des Frühjahrs und Sommers nicht ganz sicher zu sein. Mit Blick auf den Wiederaufbau, der angesichts der seit dem Beginn des Konflikts im Jahr 2011 entstandenen Schäden (sie werden auf 380 Milliarden Dollar geschätzt) erforderlich sein wird, sagte Assad, ‚Feinde‘ würden versuchen, Syrien ‚militärisch, politisch, wirtschaftlich und sozial’ zu schwächen. ‚Wir werden es mit Herausforderungen zu tun haben, die ebenso gefährlich sein werden wie der Krieg‘, so Assad.“ (Scott Lucas: „Assad on Idlib Demilitarized Zone – It’s Temporary“)

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