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Assad bittet den Iran, Israel nicht von Syrien aus anzugreifen

Syriens Diktator Assad befürchtet israelische Gegenschläge
Syriens Diktator Assad befürchtet israelische Gegenschläge (© Imago Images / ZUMA Wire)

Während eines hochrangigen virtuellen Treffens zwischen iranischen und syrischen Militärs wurde aus Sorge vor israelischen Reaktionen vereinbart, keine iranischen Angriffe von syrischem Territorium zu starten.

Wie die New York Times am Freitag unter Berufung auf eine Quelle in Damaskus berichtete, haben Funktionäre das Assad-Regimes den Iran gebeten, keine Angriffe auf Israel von syrischem Territorium aus zu führen. Die Aufforderung soll während eines virtuellen Treffens zwischen dem Iran und den vom Iran unterstützten Parteien aus Syrien, dem Irak und dem Jemen, der Hisbollah im Libanon und der Quds-Force des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) erfolgt sein und die vom Iran angeführte Achse dazu veranlasst haben, stattdessen amerikanische Stützpunkte als Vergeltung für zuvor erfolgte israelische Angriffe anzugreifen.

Die Quelle in Damaskus erklärte, die Syrer wollten nicht, dass ein Angriff gegen Israel von ihrem Territorium aus gestartet wird, da dies einen Krieg gegen das bereits destabilisierte Land auslösen könnte. Die vom Iran angeführte »Achse des Widerstands« griff daraufhin US-Stützpunkte in Syrien an, in der Hoffnung, die Amerikaner würden deswegen Druck auf Israel ausüben, seine Angriffe einzustellen.

Während des virtuellen Treffens seien die dort vertretenen Militärs zu dem Schluss gekommen, dass die US-Truppen in Syrien zwar stärker sind als die iranischen Kräfte. Da die Regierung Biden jedoch versuche, die Spannungen in der Region zu entschärfen und keinen neuen Krieg beginnen möchte, werde eine Reaktion der USA weniger drastisch ausfallen als eine israelische. Auf der Grundlage dieser Schlussfolgerung sollen die Teilnehmer des Treffens beschlossen haben, zukünftig als Reaktion auf israelische Angriffe US-Stützpunkte in Syrien anzugreifen.

Hochrangige US-Beamte erklärten gegenüber der New York Times, dass die Drohnenangriffe am 15. August auf den Stützpunkt al-Tanf in Syrien, in der US-Truppen stationiert sind, ausgefeilter als frühere Angriffe waren und einen iranischen Versuch darstellen könnten, auf einen tags zuvor erfolgten israelischen Luftangriff zu reagieren. Am 14. August wurden nach Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA mindestens drei syrische Soldaten bei Israel zugeschriebenen Luftangriffen auf Ziele in der Nähe von Tartus an der syrischen Küste und in der Nähe von Damaskus getötet.

In der vergangenen Woche führten die USA als Reaktion auf die Angriffe vom 15. August dann Luftschläge gegen die IRGC und die vom Iran unterstützten Milizen in der Region Deir Ezzor im Osten Syriens durch. Die vom Iran unterstützten Milizen antworteten mit Raketenbeschuss, worauf die USA mit weiteren Luftangriffen reagierten.

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