Arabische Staaten verärgert über Palästinenser-Führung

„Israel Hayom hat in Erfahrung bringen können, dass Jordanien, Ägypten und Saudi-Arabien über die Reaktion der Palästinensischen Autonomiebehörde auf die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump und dessen Entscheidung, die Botschaft der USA dorthin zu verlegen, verärgert sind. (…) ‚Die Bemühungen der Palästinenser, die öffentliche Meinung für sich einzunehmen, sind vollkommen gescheitert, und der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde hat dadurch einen Zwiespalt zwischen uns [der arabischen Welt] und Trump geschaffen. Wir müssen uns wieder einmal mit der demagogischen, hohlen und hetzerischen Rhetorik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan abgeben’ ,[so ein hochrangiger jordanischer Regierungsvertreter Israel Hayom gegenüber]. (…)

Die Palästinensische Autonomiebehörde ist unterdessen frustriert, weil nur einige tausend Palästinenser als Reaktion auf Trumps Jerusalemerklärung randalierten. Beamte in Ramallah sind besonders besorgt, weil die Zahl der palästinensischen Demonstranten im Gazastreifen und im Westjordanland Woche um Woche abnimmt. Das Katastrophenszenario der Palästinenser, dem zufolge die Region infolge der Entscheidung in Sachen Jerusalem in Flammen aufgehen würde, hat sich nicht erfüllt, und die relative Apathie auf der palästinensischen Straße hat auch zu einer milden Reaktion in der arabischen Welt geführt, insbesondere seitens der gemäßigten sunnitischen Staaten. Den Lippenbekenntnissen und dem Anschein eines mit scharfen Worten artikulierten Konsensus in Sachen Jerusalem zum Trotz haben die arabischen Staaten keine konkreten Maßnahmen ergriffen, um der amerikanischen Erklärung etwas entgegenzusetzen.“ (Daniel Siryoti: “Displeased with Palestinians, Arab states chart new Jerusalem policy”)

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