Arabische Social-Media-Nutzer verurteilen Hamas-„Rückkehrmarsch“

„Die Hamas nutzt Frauen und Kinder. Sie werden an den Zaun geschickt, um sie als menschliche Schutzschilde einzusetzen, die die Angriffe der Hamas schützen sollen.“

„Zwar werden die arabischsprachigen Seiten des Außenministeriums in den sozialen Medien mit dem üblichen Gezeter über Israels Behandlung der palästinensischen Bevölkerung überflutet. Doch gibt es auch eine überraschend hohe Anzahl von Menschen, die im Anschluss an die von der Hamas angeführten Proteste vom Freitag an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel ihre Unterstützung für Israel zum Ausdruck bringen. Bei den Protesten wurden neun Menschen getötet. Die Facebook- und Twitterseiten des Ministeriums sind randvoll mit Kommentaren von Bewohnern Saudi-Arabiens, des Irak, Jordaniens und anderer arabischer Länder, die in dem Konflikt für Israel Partei ergreifen und die Hamas ihrer Gefährdung der Bewohner des von ihr kontrollierten Gazastreifens wegen scharf kritisieren. (…)

 ‚Wir hoffen, dass unsere palästinensischen Brüder nicht in die terroristische Verschwörung der Hamas hineingezogen werden. Sie kann den Palästinensern nur schaden’, schrieb Ahmad aus dem irakischen Basra. ‚Wir müssen uns für Frieden zwischen dem israelischen Staat und den Palästinensern einsetzen.’ Das Foto eines palästinensischen Babys neben Reifen, die im Rahmen der für den ‚Freitag der Reifen’ geplanten Ausschreitungen verbrannt werden sollten, löste weit verbreitete Empörung aus. ‚Die Kinder des Gazastreifens brauchen saubere Luft, nicht Luft, die durch brennende Reifen des Hasses verseucht wird’, schrieb ein Jordanier und beschimpfte die Hamas wegen ihres Aktionsplans. Der Gazastreifen benötige eine neue Führung, die ‚aus der Ära des Konflikts und des Hungers zum Licht der Menschheit, des Wissens und der Liebe’ voranschreiten könne. Die Führer der Hamas seien von Hitler und dem Iran inspiriert. ‚Es ist an der Zeit, sie zusammen mit ihren Reifen des Hasses auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen’, fügte er hinzu. (…)

Es gab auch Reaktionen von Saudis. Dies mag damit zusammenhängen, dass während der Proteste Bilder des saudischen Königs und seines Sohns und Erben verbrannt wurden. ‚Der Krieg gegen den Terrorismus beginnt mit der Überwindung seiner Sichtweise’, meinte ein Saudi. ‚Es steht außer Zweifel, dass die Terrororganisation Hamas jede Möglichkeit eines Friedens blockiert und Hass und Gewalt verbreitet. Israel ist als souveräner Staat international anerkannt.’ ‚Die Welt muss den Schaden, den die Hamas den Bewohnern des Gazastreifens zufügt, zur Kenntnis nehmen und sich neutral verhalten, statt über das Verhalten der Hamas zu schweigen und mit dem Finger nur auf Israel zu zeigen’, schrieb ein anderer Saudi.

Yonatan Gonen, der im israelischen Außenministerium für die arabischsprachige digitale Diplomatie zuständig ist, erklärte, es gebe tausende derartige Kommentare auf den Seiten des Ministeriums, ebenso viele, wie jene, die Israel und die Israelischen Streitkräfte wegen ihrer Reaktion auf die Proteste scharf kritisierten. ‚Wir verwiesen darauf, dass mit der Hamas eine Terrororganisation hinter den Ausschreitungen steht und es sich nicht, wie behauptet, um eine friedliche Demonstration handelt. Nun wird die Terrororganisation scharf kritisiert.’“ (Itamar Eichner: „Arab citizens back Israel, slam Hamas over Gaza border protests“)

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