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Antisemitismus: Großbritannien boykottiert Gedenkveranstaltung für Durban-Konferenz

Durban-Konferenz 2001: Gegen Rassismus, für Antisemitismus
Durban-Konferenz 2001: Gegen Rassismus, für Antisemitismus (Quelle: JNS)

Die UNO-Weltkonferenz gegen Rassismus im südafrikanischen Durban wurde 2001 zu einer Schaubühne für Israelhass und offenen Antisemitismus.

i24 News

Großbritannien hat sich seinen Verbündeten Australien, Kanada und den Vereinigten Staaten angeschlossen und wird die Veranstaltung der Vereinten Nationen zum 20. Jahrestag der Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban ebenfalls boykottieren. Die 2001 in Durban abgehaltene UNO-Konferenz war damals zu einer Brutstätte des Antisemitismus und der Israel-Dämonisierung verkommen.

„Aufgrund historischer Bedenken aufgrund von Antisemitismus hat Großbritannien beschlossen, nicht an der Veranstaltung zum Jahrestag der Durban-Konferenz der Vereinten Nationen in diesem Jahr teilzunehmen“, sagte der Regierungssprecher laut britischen Medienberichten, die in der Jerusalem Post zitiert werden. Das Vereinigte Königreich nahm schon 2011 wegen ähnlicher Befürchtungen nicht an der sogenannten Durban III-Konferenz teil.

Marie van der Zyl, Präsidentin des Board of Deputies of British Jews, dem wichtigsten jüdischen kommunalen Vertretungsorgan in Großbritannien, begrüßte die Ankündigung der Regierung. „Wir werden den Kampf gegen Rassismus immer unterstützen“, sagte sie, „aber dieser Kampf muss auch den Kampf gegen Antisemitismus in all seinen Formen beinhalten.“

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Mehrere jüdische Organisationen hatten zuvor an den britischen Außenminister Dominic Raab appelliert und ihn aufgefordert, die Veranstaltung zu boykottieren, die sie als „feindselige Schaubühne für offenen Antisemitismus“ bezeichneten.

Die USA, die auf Veranlassung des damaligen Präsidenten Barack Obama bereits an den beiden vorangegangenen Durban-Konferenzen in den Jahren 2009 und 2011 nicht teilgenommen hatten, kündigten bereits im Mai an, dass sie aufgrund „anti-israelischer Stimmungsmache“ und der Wahrscheinlichkeit, dass sie zu einer Plattform für Antisemitismus werden wird, an der diesjährigen Konferenz ebenfalls nicht teilnehmen.

Im Vorfeld der ursprünglichen Konferenz im Jahr 2001 boykottierte der damalige britische Oberrabbiner Jonathan Sacks die Veranstaltung wegen Textentwürfen, die den Holocaust verunglimpften und Israel als schuldig an Verbrechen gegen die Menschheit darstellten.

(Aus dem Artikel UK withdraws from Durban IV conference over antisemitism fears, der bei i24 News erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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