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Die „New York Times“ schafft sogar antiisraelische Architekturkritik

Die 1948 von Jordanien zerstörte und 2010 wiederaufgebaute Hurva-Synagoge in Jerusalem
Die 1948 von Jordanien zerstörte und 2010 wiederaufgebaute Hurva-Synagoge in Jerusalem (© Imago Images / robertharding, imagebroker)

Die New York Times bezeichnete vergangenen Herbst die jordanische Vertreibung jüdischen Lebens aus der Jerusalemer Altstadt als Schutz gegen „Disneyfizierung“.

Meir Y. Soloveichik, Commentary

Der Name der Hurva-Synagoge, das hebräische Wort „hurva“ bedeutet „Ruine“, scheint eine seltsame Beschreibung dieses schönen Gebäudes zu sein. Er spiegelt die Tatsache wider, dass es an der Stelle einer Synagoge errichtet wurde, die ein Jahrhundert zuvor zerstört und von einem arabischen Mob zusammen mit 40 Thorarollen bis auf die Grundmauern niedergebrannt worden war. Die Bezeichnung „Hurva“ betont, dass das Bauwerk auf der Asche dessen errichtet worden war, was vorher gewesen war, eine Rechtfertigung der jüdischen Liebe zu Jerusalem. Doch der Name deutete auch auf den Hass hin, den einige auf Juden haben, die sich dafür entscheiden, in Jerusalem zu wohnen. (…)

Während des israelischen Unabhängigkeitskriegs von 1948 unterlagen die belagerten und hungernden Verteidiger des jüdischen Viertels von Jerusalem der jordanischen Legion. Im Triumph zündeten die Araber die Hurva-Synagoge an und legten sie in Schutt und Asche. Die Hurva wurde wieder zu einer Ruine, zusammen mit Dutzenden anderer jüdischer Gotteshäuser.

Der Anführer der jordanischen Legion verkündete stolz, dass „zum ersten Mal seit 1.000 Jahren kein einziger Jude mehr im Judenviertel lebt. Nicht ein einziges Gebäude ist intakt geblieben. Dies macht die Rückkehr der Juden hierher unmöglich.“ Die Kuppel, die die Skyline Jerusalems beherrschte, verschwand. In Verletzung des von Jordanien unterzeichneten Waffenstillstands durfte 20 Jahre lang kein einziger Jude in der Altstadt beten.

Vor dem Hintergrund dieser Geschichte der Hurva müssen wir den kürzlich erschienenen Artikel des Architekturkritikers Michael Kimmelman in der New York Times betrachten. Das Thema des Artikels war der geplante Bau einer Seilbahn, die von der Neustadt Jerusalems in die Altstadt hinunterfahren soll. Sie wird alten und behinderten Juden den Weg zur Westmauer erleichtern und den Verkehr zur heiligen Stätte entlasten. Kimmelmans Artikel zitiert wohlwollend die Kritiker des Plans, die ihn als eine „Disneyfizierung“ der Stadt bezeichnen.

Dann erscheint der folgende erstaunliche Satz: „Das moderne Jerusalem blieb von der Disneyfizierung verschont, erstens durch die hoch entwickelte Kultur des britischen Kolonialismus mit ihrer Ehrfurcht vor der antiken Vergangenheit der Stadt und zweitens durch die jordanische Lähmung, die die Altstadt wie in Bernstein erstarren ließ.“

Diese Worte könnten aus erstaunlicher Ignoranz oder absichtlicher Unehrlichkeit geschrieben worden sein. Es gibt jedoch noch eine dritte Möglichkeit: dass für die New York Times die Erhaltung Jerusalems völlig im Einklang mit der Zerstörung seiner jüdischen Heiligtümer und der Auslöschung seiner jüdischen Präsenz steht. (…)

Die Hurva wurde kürzlich wiederaufgebaut; ihre Kuppel glänzt wieder über dem jüdischen Viertel, und ihr Inneres ist wieder eines der ästhetischen Wunder der jüdischen Welt. (…) Vielleicht ist das, was die Verbreiter solcher Lügen wie in der New York Times wirklich stört, weniger die „Disneyfizierung“ Jerusalems als vielmehr die Tatsache, dass das gesamte jüdische Jerusalem im Laufe der Jahrhunderte mit der Hurva vergleichbar ist: Es erhebt sich ständig aus den Trümmern und steht damit für ein jüdisches Volk, das sich wie ein Phönix weigert zu sterben und immer wieder aus der Asche aufersteht.

The New York Times Slanders Israel—Again

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