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Am Montag auf Ö1: Vierzehn Annäherungen an ein junges Land

Am Montag, den 7. November, werden Erwin Javor und Harry Bergmann ihr kürzlich erschienenes Buch »Israel. was geht mich das?« in der Ö1-Sendung »Punkt eins« vorstellen.

»Israel – was geht mich das an?« fragen die Herausgeber Erwin Javor und Stefan Kaltenbrunner in ihrem gleichnamigen Buch 14 Autorinnen und Autoren mit den unterschiedlichsten biografischen Hintergründen. Im Vorwort erklären sie kurz, was Israel, »über das so viel geschrieben, meinungsstark diskutiert und gestritten wird wie über kein anderes Land« sie selbst angeht: »Beinahe die gesamte Familie meines Vaters, darunter auch seine erste Frau, wurde von den Nazis ermordet«, schreibt Javor. Der Journalist Stefan Kaltenbrunner findet, »«Israel geht uns wohl alle etwas an, zumindest so lange es von seinen arabischen Nachbarn, vor allem vom Iran, in seiner Existenz bedroht wird, und solange der Konflikt mit den Palästinensern nicht einmal im Ansatz gelöst ist.«

Ben Segenreich, Charles Lewinsky, Robert Schindel, Harry Bergmann, Mirna Funk, Danielle Spera, um nur einige zu nennen, haben zu diesem Band sehr persönliche, eindringliche Texte beigesteuert, die – vielfach gebrochen – ichre persönliche Nähe und Distanz zu Israel beschreiben: Zu dem Land, in dem sie geboren sind, dem sie sich zugehörig fühlen oder in das sie immer wieder pendeln – auf der Suche nach dem wahrhaftigen, nicht nur bürokratisch gemeinten »Lebensmittelpunkt«.

Zur Sprache kommt auch ihr schwieriges Verhältnis zu Österreich, wo manche der Autor:innen leben und arbeiten. Es geht um die Zeit, »in der die Juden mit Zahnbürsten das Trottoir reinigen mussten und sich das goldene Wienerherz darüber königlich amüsierte«, wie es etwa Harry Bergmann in seinem Text »Die Karriere eines Taxifahrers« – seines Vaters – formuliert. Aber es geht auch um den Antisemitismus im Nachkriegs-Österreich, um die Beziehungen, die Bruno Kreisky zu Israel pflegte, es geht um Jörg Haider – und um die erhöhte Reizbarkeit der jüdischen Community in Wien untereinander, sobald die Deutungshoheit über israelische Politik und Gesellschaft berührt wird.

Was hat es mit der im Buch mehrfach diagnostizierten »Israel-Obsession« im Ausland auf sich? Was wird der Rechtsruck und das weitere Erstarken der ultra-orthodoxen Parteien nach den jüngsten Wahlen in Israel bringen? Und: Welchen Sog übt Israel auf Juden in aller Welt nach wie vor aus?

Alexander Musik spricht mit Erwin Javor, Gründer und Herausgeber von mena-watch, und Harry Bergmann Autor beim jüdischen Magazin NU und Kolumnist bei der Wochenzeitung Falter. Wenn Sie sich an der Diskussion beteiligen möchten, rufen Sie unter 0800 22 69 79, kostenlos aus ganz Österreich, an oder schreiben Sie ein Mail an punkteins@orf.at.

Die Sendung können Sie am Montag, den 7. November um 13:00 live im Radio verfolgen oder in der Ö1-Mediathek nachhören.

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