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UN-Bericht: Iran verfügt über immer mehr angereichertes Uran

Irans Präsident Raisi begeht den 16. Nationalen Tag der Nukleartechnologie
Irans Präsident Raisi begeht den 16. Nationalen Tag der Nukleartechnologie (© Imago Images / ZUMA Wire)

Der Iran hat laut Internationaler Atomenergiebehörde eine signifikante Hürde bei der Herstellung von atomwaffentauglichem Material überschritten.

Die Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen (IAEO) erklärte am Montag, dass der geschätzte iranische Vorrat an angereichertem Uran mehr als achtzehnmal so groß ist wie die der Islamischen Republik erlaubte Obergrenze, die im Atomdeal (JCPOA) von 2015 festgelegt wurde.

Die IAEO schrieb in ihrem neuesten Bericht über das iranische Nuklearprogramm, sie »schätzt, dass – mit Stichtag 15. Mai 2022 – der gesamte iranische Vorrat an angereichertem Uran 3.809,3 Kilogramm beträgt«. Das im Atomvertrag von 2105 festgesetzte Limit beträgt 300 Kilogramm einer speziellen Zusammensetzung, was 202,8 Kilogramm Uran entspricht.

Der von Ynetnews zitierte aktuelle IAEO-Bericht hält auch fest, dass der Iran damit fortfährt, Uran auf über jene 3,67 Prozent anreichert, die ihm laut JCPOA erlaubt sind. Der Vorrat an auf zwanzig Prozent angereichertem Uran wird auf 238,4 Kilogramm geschätzt und beträgt damit um 56,3 Kilogramm mehr als im Jahr zuvor, während die Menge an auf 60 Prozent angereichertem Uran 43,1 Kilogramm beträgt und damit um 9,9 Kilogramm mehr als im Berichtszeitraum davor. Um Atomwaffen zu produzieren, benötigt es ein Anreicherungsniveau von 90 Prozent.

Eine diplomatische Quelle sagte, die Menge an auf 60 Prozent angereichertem Uran überschreitet nun die von der UNO genannte Grenze der »signifikanten Quantität«, die durch jene Vorratsmenge definiert ist, bei deren Überschreitung »die Möglichkeit der Herstellung einer Atombombe nicht ausgeschlossen werden kann«. Zugleich wies dieselbe Quelle darauf hin, dass eine gewisse Menge des Urans bei einer weiteren Anreicherung verlorenginge, sodass es »mehr als 55 Kilogramm [von 60-prozentigem Uran] benötigen würde«, um genug Material für eine Bombe zu haben.

In einem weiteren Bericht wiederholte die UN-Atomenergiebehörde, dass es immer noch offene Fragen zu nicht-deklariertem Nuklearmaterial an den drei Standorten Marivan, Varamin und Turquzabad gebe. Der Iran ist damit der seit Langem erhobenen Forderung, das Vorhandensein dieses Materials zu erklären, immer noch nicht nachgekommen.

Laut dem Bericht habe der Iran die Erklärung vorgelegt, dass »ein Sabotageakt durch eine dritte Partei« dazu geführt habe, die infrage stehenden Einrichtungen nuklear zu »kontaminieren«. Allerdings hieß es ergänzend, dass Teheran keinerlei Beweise präsentieren konnte, die seine Behauptungen untermauern würden.

Die bereits zitiert Quelle fügte hinzu, dass angesichts »der Verteilung des Materials«, das zu den IAEO-Nachforschungen geführt hat, nur »schwer zu glauben« sei, ein Sabotageakt käme für dessen Vorhandensein infrage.

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