Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa erklärte, es habe bei den laufenden Verhandlungen über ein neues Sicherheitsabkommen mit Israel einige Fortschritte gegeben.
Wie der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa am Sonntag gegenüber Journalisten erklärte, werde er »nicht zögern«, einem Friedensabkommen mit Israel zuzustimmen, wenn dies den Interessen des Landes diene, so Sky News Arabia.
Bei einem Gespräch mit einer arabischen Mediendelegation in seinem Palast in Damaskus gab al-Sharaa bekannt, dass es einige Fortschritte bei den laufenden Verhandlungen über ein neues Sicherheitsabkommen mit Jerusalem gegeben habe. Das derzeit diskutierte Abkommen sieht eine Rückkehr zu jenem über den Rückzug der Streitkräfte vor, das den Jom-Kippur-Krieg von 1973 beendete, erklärte al-Sharaa.
Die Rückkehr zu den Sicherheitsvereinbarungen zwischen Israel und Syrien könnte den Weg für weitere Friedensgespräche ebnen. Der Präsident betrachte zwar die aktuellen Umstände als ungünstig für den Abschluss eines umfassenden Friedensabkommens, werde aber »nicht zögern«, sollte er davon überzeugt sein, dass ein solches nicht nur Syrien, sondern der gesamten Region zugutekommen würde.
Direkte Gespräche
Die Vereinigten Staaten haben den syrischen Außenminister Asaad al-Shaibani am 19. August in Paris zu direkten Gesprächen mit einer israelischen Delegation zusammengebracht, berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press letzte Woche. Ein hochrangiger US-Beamter bestätigte die Treffen und erklärte, Washington unterstütze »weiterhin alle Bemühungen, die zu dauerhafter Stabilität und Frieden zwischen Israel und seinen Nachbarn führen«. Das Treffen in Paris folge der »Vision eines prosperierenden Nahen Ostens« von US-Präsident Donald Trump.
Nach dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Baschar al-Assad durch sunnitische Dschihadisten im Dezember 2024 übernahmen die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) die Kontrolle über Teile der syrischen Seite der Golanhöhen. Dadurch sollte eine Sicherheitszone geschaffen werden, um Israel vor feindlichen Elementen zu schützen, die im Machtvakuum operieren.
Syrien erklärte im Juli seine Bereitschaft, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, um das Abkommen von 1974 mit Israel wieder in Kraft zu setzen. Nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio erklärte Außenminister al-Shaibani damals seine Absicht, »mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, um zum Abkommen von 1974 über den Rückzug der Truppen zurückzukehren«.






