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Al-Shabab-Terroristen rekrutieren westliche Jugendliche

Zwei Kämpfer des somalischen Al-Qaida-Ablegers »Al-Shabab«
Zwei Kämpfer des somalischen Al-Qaida-Ablegers »Al-Shabab« (© Imago Images / ZUMA Press)

Per Video fordert die somalische Terrorgruppe junge Muslimse im Westen dazu auf, sich ihrem Jihad anzuschließen.

Am 19. Januar wurde auf dem Rocket.Chat-Server von Al-Shabab Al-Mujahideen, des somalischen Ablegers der Al-Qaida, ein Video veröffentlicht, in dem ein englischsprechender Jihadist die Jugend im Westen dazu aufruft, sich Al-Shabab in dessen Heiligen Krieg anzuschließen und nach dem Märtyrertum zu streben.

Das im Video auftretende uniformierte, maskierte und bewaffnete Mitglied der Al-Shabab-Milizen zitierte aus einem Gedicht und rief zu Selbstmordattentaten wie jenem auf, das im Jahr 2013 im Westgate Einkaufszentrum in Kenias Hauptstadt Nairobi verübt wurde.

»Der Weg der Propheten, der Märtyrer und der Gerechten«, so das Video, sein ein Weg, der Geduld erfordere und »kein Weg für jedermann«. Insofern forderte der Al-Shabab-Kämpfer mögliche Gefolgsleute im Westen auf, sicherzugehen, dass sie bereit sind, diesen Weg bis zu Ende zu gehen und »den Jihad bis zum Tode zu führen«, bevor sie sich ihm anschlössen.

»Bei Allah, verschafft Euch die Sicherheit, dass Ihr es ernst meint, denn wenn Ihr es ernst meint, dann erlangt Ihr auf diesem Weg entweder das Märtyrertum, oder Allah wird Euch Standhaftigkeit schenken, solange bis der Sieg Allahs erreicht ist.«

Seine Aufforderung, so fuhr er fort, richte sich an alle, die den »Ruf des Jihad zum Wohle Allahs« noch nicht gehört hätten und er fragte sie, was sie denn noch aufhalte. Noch sei es nicht zu spät, wandte er sich an die Zuseher, noch könnten sie sich der Karawane anschließen, um ihren Beitrag zum globalen Heiligen Krieg zu leisten.

»Als ich noch im Land des Unglaubens lebte, waren die Schwestern, die jeden Tag vergewaltigt werden, und die Muslime, deren Blut jeden Tag weltweit vergossen wird, für mich der Grund, der mich dazu gebracht hat, Hidschra [Auswanderung; Anspielung auf Mohammeds Flucht von Mekka nach Medina im Jahr 622, mit der die islamische Zeitrechnung beginnt; Anm. Mena-Watch] für das Wohl Allahs zu machen.

Der Grund, das Paradies für Allah zu gewinnen und ein Märtyrer im gesegneten Land Somalia zu werden, dem Land des Jihad und des Ribat [Befestigung an der Grenze des islamischen Gebiets (Dar al-Islam) zur Durchführung des kriegerischen Dschihad; Anm. Mena-Watch]. Die Gnade Allahs zu gewinnen ist mein höchstes Ziel.«

Das Leben, wie es die Jugend im Westen führe – »aufwachen, zur Schule gehen, heimkommen und lernen, und dann am nächsten Tag wieder dasselbe« –, sei kein gottgefälliges Leben, weswegen er sie aufrufe, nach Somalia zu kommen und im Land der Sharia zu leben.

»Ich als fürsorglicher Bruder ersuche Euch: Wählt unter den folgenden Optionen diejenige, die am besten zu Euch passt. Möglichkeit eins: Nehmt Euch eine Märtyrer-Weste [Sprengstoffgürtel] und trefft sie dort, wo sie es nicht erwarten.

Möglichkeit zwei: Lasst alles hinter Euch und packt all Eure [weltlichen] Habseligkeiten in Eure Rucksäcke. Was braucht Ihr mehr? Hidschra und Jihad rufen Euch, so wie die Brüder im Westgate Einkaufszentrum. (…) Das Einzige, das fehlt, seid Ihr.«

Abschließend forderte der Al-Shabab-Kämpfer die Jugendlichen auf, ins nächste Flugzeug nach Mogadischu zu steigen und die Truppen Allahs zu verstärken: »Alles, was ich sage, ist wahr. Ihr seid die Löwen dieser islamischen Nation.«

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