Aktivistin Nadia Murad präsentiert Plan für Rückkehr der Jesiden

„Die jesidische (Ezidi) Aktivistin, Nadia Murad, hat am Mittwoch einen Fünf-Schritte-Plan vorgestellt, um die Rückkehr der Ezidis, die in Vertriebenenlagern leben, in ihre Häuser in der Region Sinjar (Shingal) zu erleichtern. Sie erörterte dies während einer Rede auf der Ministerkonferenz zur Förderung der Religionsfreiheit im Jahr 2019 in Washington. Die Veranstaltung bringt Führungskräfte aus der ganzen Welt zusammen, um die Herausforderungen der Religionsfreiheit zu erörtern, Mittel zur Bekämpfung von religiöser Verfolgung und Diskriminierung auf der ganzen Welt zu erarbeiten und mehr Respekt sowie die Wahrung der Religionsfreiheit für alle zu fördern.

Murad präsentierte ihren Plan, der, wie sie sagte, den Eziden dabei helfen würde, ihr Leben in ihrer angestammten Heimat Shingal wieder aufzubauen. ‚Es gibt konkrete Schritte, die unternommen werden können, um die Wiederherstellung der Ezidi-Gemeinschaft zu unterstützen und wesentliche Schritte, um den Völkermord [durch den Islamischen Staat] zu beenden‘, erklärte sie. Die Ezidi-Aktivistin konzentrierte sich auch auf die ‚langfristige Stabilität durch Förderung des Wiederaufbaus und der nachhaltigen Entwicklung‘, mit Hilfe internationaler Fonds, die dabei helfen sollen, diese Ziele zu erreichen. ‚Die Integration religiöser Minderheiten in die Sicherheitskräfte [wird] es den Minderheiten ermöglichen, selbst an ihrer Sicherheit mitzuwirken.‘ Sie forderte auch die rasche Verfolgung von militanten Anhängern des islamischen Staates wegen ihrer Verbrechen gegen die Eziden, damit die Terroristen für ihre Taten so schnell wie möglich zur Rechenschaft gezogen werden können.‘

Murad erinnerte daran, dass der Schutz religiöser Minderheiten eine globale Verantwortung ist, die internationale Anstrengungen erfordert. ‚Wenn die Ezidi-Minderheiten aufgegeben werden, helfen wir dem IS, sein Ziel, die religiöse Minderheit auszurotten, zu erreichen‘, erklärte sie. Die religiöse Minderheit litt nach dem Aufkommen des IS im Irak im Jahr 2014 stark unter den Terroristen und den von diesen durchgeführten Massenexekutionen. Die Besetzung der Stadt Shingal führte zur Vertreibung von Hunderttausenden von Eziden. Murad selbst war eine Überlebende des Islamischen Staates. Nach der Übernahme der Stadt Shingal im August 2014 wurde sie von Mitgliedern der extremistischen Gruppe verschiedenen Arten von Gewalt ausgesetzt. Murad war eine der wenigen Frauen, die vor der Terrorgruppe fliehen und ihr Leiden der Welt erzählen konnten.“ (Hiwa Shilani: „Nobel Peace Prize winner Nadia Murad presents five-step plan to aid return of Yezidis to Shingal“)

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