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Afghanistan: Universitätsverbot für Frauen 

Seit ihrer Machtübernahme schränken die Taliban sukzessive die Frauenrechte ein
Seit ihrer Machtübernahme schränken die Taliban sukzessive die Frauenrechte ein (© Imago Images / UPI Photo)

Die Türkei und Saudi-Arabien verurteilen die Entscheidung der Taliban, Frauen den Zugang zu Universitäten zu verwehren.

Während die Taliban, die seit dem Abzug der USA im August 2021 Afghanistan beherrschen, Anfang der Woche angeordnet hatten, dass Frauen ab sofort und bis auf weiteres keine privaten und öffentlichen Universitäten mehr besuchen dürfen, bezeichnete der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu das Verbot als »weder islamisch noch menschlich«.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem jemenitischen Amtskollegen forderte Cavusoglu die Taliban auf, ihre Entscheidung rückgängig zu machen. »Wem schadet die Bildung der Frauen? Welchen Schaden richtet sie in Afghanistan an?«, fragte Cavusoglu. »Gibt es dafür eine islamische Erklärung? Die gibt es nicht. Unsere Religion, der Islam, ist nicht gegen Bildung, im Gegenteil. er fördert Bildung und Wissenschaft.«

Saudi-Arabien, das bis 2019 selbst weitreichende Beschränkungen für das Reisen, das Autofahren, die Beschäftigung und andere wichtige Aspekte des täglichen Lebens von Frauen durchgesetzt hat, forderte die Taliban ebenfalls auf, ihren Kurs zu ändern. Das saudische Außenministerium drückte sein »Erstaunen und Bedauern« darüber aus, dass den afghanischen Frauen die Universitätsausbildung verweigert wird.

Zuvor hatte auch Katar, das mit den Taliban-Behörden zusammenarbeitet, die Entscheidung verurteilt.

In der afghanischen Hauptstadt Kabul demonstrieren unterdessen etwa zwei Dutzend Frauen und forderten Freiheit und Gleichheit. »Alle oder keiner. Habt keine Angst. Wir stehen zusammen«, riefen sie. In einem Video, das Associated Press vorliegt, erzählt eine Frau, die Sicherheitskräfte der Taliban hätten die Gruppe mit Gewalt auseinander getrieben. »Die Mädchen wurden geschlagen und ausgepeitscht«, fügte sie hinzu sie. »Sie brachten auch weibliche Militärs mit, die die Mädchen auspeitschten. Wir sind weggelaufen, einige Mädchen wurden verhaftet. Ich weiß nicht, was passieren wird.«

Ein Sprecher des Ministeriums für Hochschulbildung der Taliban erklärte in einem Tweet, diese Woche werde noch eine Pressekonferenz stattfinden, auf dem der Schritt der Öffentlichkeit erklärte werden soll.

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