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Ein Nazi-General als Touristenattraktion

Ein Nazi-General als Touristenattraktion„Ein altes Feldtelefon aus den 1940er Jahren, eine Nazifahne und eine Karte von Tobruk begrüßen Besucher im gerade wiedereröffneten Rommel-Höhlenmuseum in Marsa Matrouh, einer der weniger bekannten ägyptischen Touristenattraktionen. Die Gegenstände gehörten Erwin Rommel, bis zu seiner Verwicklung in das Attentat auf Hitler von 1944 einer der gefeiertsten Generäle Nazideutschlands. (…) Infolge seiner Überraschungsangriffe und einer ununterbrochenen Reihe erfolgreicher Kampagnen war Rommel in Deutschland als der ‚Volksmarschall’ bekannt und im Ausland als der ‚Wüstenfuchs’. Im Mai 1942 besiegte er die Briten in Gazala, eroberte anschließend Tobruk und wurde daraufhin zum Feldmarschall befördert. Als deutsche Truppen in die 106 Kilometer westlich von Alexandria gelegene Stadt El-Alamein im Norden des Bezirks Matrouh vorrückten, richtete Rommel sein Hauptquartier im umliegenden Gebirge ein und bereitete von dort aus sein militärisches Vorgehen gegen die britischen Truppen vor. Die sollten mit der deutschen Niederlage vom 4. November enden. Rommel entsandte seine Truppen anschließend nach Tunesien.

Am 25. August erfolgte nach einer siebjährigen Schließung und der Renovierung für 2.5 Millionen ägyptische Pfund (ungefähr 118.000 Euro) die Wiedereröffnung des Rommel-Höhlenmuseums durch das ägyptische Antikenmuseum und die Bezirksregierung von Matrouh. Ägypten und Deutschland vereinbarten 1977 die Eröffnung eines Museums, das Rommel würdigen sollte und in dem historische Gegenstände – Kleidungsgegenstände, persönliche Fotografien, Kriegspläne, Personalakten von Soldaten – ausgestellt werden. (…) Es wurde 1988 eröffnet und 1991 um neue Spenden erweitert. Dann wurde es 2010 geschlossen, um eine weitreichende Renovierung zu ermöglichen. (…) Der Direktor des Museums Mohammed el-Sharkawy erklärte Al-Monitor gegenüber: ‚Das Museum wird den Tourismus und das archäologische Bewusstsein unter den Bewohnern von Matrouh stärken.’ In Matrouh befinden sich auch andere Attraktionen, darunter eine antike koptische Kapelle, es ist aber dennoch weit weniger beliebt als andere ägyptische Mittelmeerstädte. Sharkawy zufolge kämen jeden Oktober viele Deutsche und Italiener nach Matrouh, um der Schlacht von El-Alamein zu gedenken und Rosensträuße auf die Gräber ihrer Angehörigen zu legen. Er gehe davon aus, dass die Wiedereröffnung des Museums dieses Jahr zusätzliches Interesse wecken werde.“ (Salwa Samir: „Egypt revamps cave museum devoted to Nazi general“)

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