Die Ausbildung der künftigen Polizisten, die nach Kriegsende die Ordnung im Gazastreifen wiederherstellen sollen, hat nach Angaben des Außenministers bereits begonnen.
Kairo beabsichtigt, fünftausend palästinensische Polizisten auszubilden, um nach dem Ende des aktuellen Kriegs zwischen der Hamas und Israel zur Wiederherstellung der Ordnung im Gazastreifen beizutragen, erklärte der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty in der vergangenen Woche. In einem Interview mit ägyptischen Medien bestätigte er, die Ausbildung von hunderten Beamten habe bereits begonnen.
Nach Angaben des Ministers hat Kairo in Abstimmung mit Jordanien überprüfte Listen mit den Namen derjenigen erhalten, die derzeit in Militärlagern in Ägypten ausgebildet werden. Ziel sei es, sicherzustellen, dass die Beamten keine Vorstrafen oder Verbindungen zum Terrorismus haben.
Weiterführende Pläne
Der Einsatz der Offiziere und der Wiederaufbau des Gazastreifens nach dem Krieg würden unter der Schirmherrschaft des palästinensischen Ministerpräsidenten erfolgen. Kürzlich hatte Badr Abdelatty auch erklärt, Kairo plane eine Übergangsphase, in der die Verwaltung der Küstenenklave an ein fünfzehnköpfiges Komitee palästinensischer Technokraten übergeben werden soll. Dem Vorschlag zufolge würden diese Beamten sechs Monate lang unter der Aufsicht der Behörde arbeiten, bevor die volle Kontrolle an sie übergeben würde.
Premierminister Benjamin Netanjahu bekräftigte letzte Woche, Israel habe nicht die Absicht, den Gazastreifen zu besetzen, schloss jedoch erneut jegliche Rolle für die Palästinensische Autonomiebehörde aus: »Der Gazastreifen wird entmilitarisiert und eine friedliche Zivilverwaltung eingerichtet, die weder die Palästinensische Autonomiebehörde noch die Hamas oder eine andere terroristische Organisation ist. Dies wird dazu beitragen, unsere Geiseln zu befreien und sicherzustellen, dass der Gazastreifen in Zukunft keine Bedrohung für Israel darstellt.«






