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Clanführer Abu Shabab: Hamas ist abscheulich und verachtenswert

Clanführer Abu Shabab, der mit seiner Gruppe gegen die Hamas in Gaza kämpft
Clanführer Abu Shabab, der mit seiner Gruppe gegen die Hamas in Gaza kämpft (Quelle: Mohammed Altlooli)

Abu Shabab, dessen Gruppen im Gazastreifen gegen die Hamas kämpfen und der von der Hamas wegen Hochverrats gesucht wird, meint, das Ende der Terrorgruppe sei nahe.

Sein Clan sei über ein Gebiet verteilt, das sich vom israelischen Negev bis zum ägyptischen Sinai erstrecke. »Wir sind eine große Familie, und alle unterstützen mich und meine Handlungen«, sagte Yasser Abu Shabab in seinem ersten Interview für ein israelisches Medienunternehmen. Der Beduine aus dem Stamm der Tarabin organisiert seit einiger Zeit bewaffnete Gruppen, um im Gazastreifen gegen die Hamas zu kämpfen, angeblich mit Waffen, die von Israel bereitgestellt wurden.

»Nennen Sie uns nicht Miliz. Wir sind Gruppen, die den Terrorismus im Gazastreifen bekämpfen«, so Shabab, der von der Hamas als Verräter gebrandmarkt wurde. »Sie nennen mich einen Verbrecher, einen Dieb, ein Mitglied des Islamischen Staates; nur, um die Menschen zu erschrecken und sie davon abzuhalten, Kontakt zu mir aufzunehmen. Aber das hat nicht funktioniert. Wer Kinder entführt und tötet wie jene der Familie Bibas hat kein Recht, andere zu definieren oder zu verurteilen. Das sind unmenschliche, abscheuliche und verachtenswerte Menschen, deren Ende nahe ist.«

Gründung der Gruppe

Vor dem 7. Oktober 2023 lebte Abu Shabab im ägyptischen Sinai und war erst wenige Monate vor dem Massaker in den Gazastreifen zurückgekehrt. »Die Hamas hat ihren Angriff an diesem schicksalhaften Tag geplant und ihn ohne Rücksicht auf die notleidenden Menschen im Gazastreifen durchgeführt. Wir haben alles verloren. Wir haben unsere Häuser, unser Eigentum, unsere Arbeit und unser Geld verloren, während sie in ihren unterirdischen Tunneln leben und es ihnen an nichts fehlt. Gibt es etwas Schlimmeres als das?«

Er selbst ist mit seiner Familie von Rafah in die humanitäre Zone in al-Mawasi gezogen. »Wir lebten dort ein schwieriges Leben mit Hunger, Mangel an Grundversorgungsgütern und Demütigungen, und da habe ich mich an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) gewandt, die mich unterstützt. Ich konnte die Demütigungen und Leiden des Kriegs nicht ertragen, vor allem nicht mehr, nachdem die Hamas uns wegen der Verbindung zu unserem Clan im Sinai, der sich gegen die Muslimbrüder stellt, mit Misstrauen behandelt hatte. Sie haben 52 Menschen ermordet, darunter meinen Bruder – und wir Beduinen haben Ehre. Nach solch schmerzhaften Demütigungen können wir nicht schweigen, deshalb habe ich mit Unterstützung der PA beschlossen, die Abu-Shabab-Gruppe zu gründen.«

Kurz nach seinem Umzug in die Sicherheitszone sah Abu Shabab, wie die Hamas die Verteilung der Hilfsgüter störte: »Sie haben alles genommen. Ich beschloss, dass das so nicht weitergehen kann und begann, die Lkw mit den Hilfsgütern anzuhalten und die Lebensmittel an die Menschen zu verteilen. Das habe ich monatelang gemacht. Die Hamas war hinter mir her, aber mein Gewissen war rein, weil ich Frauen und Kinder ernährte.«

Mit der Zeit wuchs seine Popularität und Dutzende junger Gazaner schlossen sich ihm an. »Jeder, der eine Waffe hatte, kam und kämpfte an unserer Seite. Diejenigen, die Waffen versteckt hatten, gaben sie mir, und ich hatte das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Die Hamas wurde sehr schwach. Wir sehen das vor Ort. Sie rennen wie Mäuse, wenn wir gegen sie kämpfen. Sie haben neue Rekruten, aber das sind untrainierte Teenager, denen man Waffen gibt, die aber nicht wissen, was sie damit tun sollen.«

Für Geiselfreilassung

Abu Shabab will, dass alle israelischen Geiseln nach Hause zurückkehren und die Kämpfe beendet werden. »Alle Unschuldigen, von allen Seiten, sollten nach Hause zurückkehren dürfen. Die Menschen im Gazastreifen haben einen unerträglichen Preis für eine wahnsinnige Terrorgruppe bezahlt, und wir werden den Gazastreifen nicht verlassen. Wir werden die Hamas bis zum letzten Mann bekämpfen.«

In Rafah koordiniert die Gruppe laut Abu Shabab ihre Aktionen mit der Palästinensischen Autonomiebehörde. »Wir werden von Menschen aus allen Teilen des Landes unterstützt und helfen ihnen. Sie haben Angst, hier zu leben, weil dieser Ort vom israelischen Militär nicht zur Sicherheitszone erklärt wurde, obwohl wir unsere eigenen Wasserbrunnen haben und sogar eine Schule eröffnet haben.« Der Clanführer bestreitet jegliche Verbindung zu Israel. »Wir sind friedliche Menschen und wollen keinen Krieg. Wir stehen nur mit der Palästinensischen Autonomiebehörde in Verbindung, sonst mit niemandem.«

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