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Abbas ehrt am Jom HaShoah einen Funktionär des Terrorrenten-Programms

Mahmud Abbas bei Qadri Abu Bakrs Begräbnis im Jahr 2023
Mahmud Abbas bei Qadri Abu Bakrs Begräbnis im Jahr 2023 (© Imago Images / APAimages)

Ausgerechnet an Israels Holocaustgedenktag verlieh der Mahmud Abbas dem verstorbenen Leiter der Abteilung für Gefangenenangelegenheiten posthum eine Medaille.

Mahmud Abbas verlieh am Montagabend posthum eine Medaille an den verstorbenen Leiter des sogenannten »Pay-for-Slay«-Programms [»Bezahlung für Mord«] der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Mit diesem Programm gewährt Ramallah in Israel inhaftierten Terrorkämpfern sowie den Familien verstorbener Terroristen finanzielle Zuwendungen.

Laut der offiziellen Nachrichtenagentur WAFA verlieh der PA-Präsident den »Verdienstorden des Staates Palästina« an die Angehörigen des verstorbenen Qadri Abu Bakr. Der 2023 bei einem Autounfall im Westjordanland ums Leben gekommene Abu Bakr war Direktor der von der PA finanzierten PLO-Kommission für Gefangenenangelegenheiten gewesen. Diese war Teil des Systems, mit dem die Palästinensische Autonomiebehörde Terroristen und deren Familien Zahlungen geleistet hat.

Unter internationalem Druck hat die Palästinensische Autonomiebehörde mehrere Änderungen an ihrem Terrorrenten-System vorgenommen, um vorzugeben, es sei beendet worden. So kündigte Ramallah im vergangenen Jahr eine Änderung an und behauptete, palästinensische Gefangene würden kein Geld für ihre Taten erhalten, sondern ausschließlich auf der Grundlage ihres sozioökonomischen Status. Kritiker der Palästinensischen Autonomiebehörde, darunter die Organisation Palestinian Media Watch, haben Beweise vorgelegt, dass die jüngste Änderung lediglich ein Versuch war, westliche Geldgeber in die Irre zu führen, während weiterhin viele Millionen Dollar an Terroristen und/oder deren Familien flossen.

Kein Zufall

Der Direktor des David S. Wyman Institute for Holocaust Studies, Rafael Medoff, stellte in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag fest, dass die Zeremonie genau zu dem Zeitpunkt stattfand, als Israel begann, den Gedenktag für die Märtyrer und Helden des Holocaust zu begehen. Der Jom HaShoah begann dieses Jahr bei Sonnenuntergang am 13. April und endete 24 Stunden später.

»Ist es nur ein Zufall, dass Abbas sich entschied, Abu Bakr am Holocaust-Gedenktag zu ehren? Wahrscheinlich nicht, angesichts von Abbas’ eigenem tiefen Interesse am Holocaust«, schrieb Medoff. Dabei bezog er sich auf Abbas’ 1983 verfasste Doktorarbeit, die später als Buch erschien, mit dem Titel Die andere Seite: Die geheimen Beziehungen zwischen dem Nationalsozialismus und der Führung der zionistischen Bewegung. Darin behauptete Abbas, dass David Ben-Gurion und andere zionistische Führer »mit Hitler kollaborierten« und wollten, dass die Nazis Juden töteten, denn »mehr Opfer bedeuteten größere Rechte und stärkere Privilegien, um sich nach Kriegsende an den Verhandlungstisch zur Aufteilung der Kriegsbeute zu setzen«.

Die »tatsächliche» Zahl der von den Nazis ermordeten Juden sei »viel geringer« als sechs Millionen und könnte durchaus »unter einer Million« gelegen haben, schrieb Abbas. »Viele Wissenschaftler haben die Zahl von sechs Millionen diskutiert und sind zu verblüffenden Schlussfolgerungen gelangt – sie beziffern die Zahl der jüdischen Opfer auf nur einige Hunderttausend.«

Ab den 1960er Jahren bestand Abu Bakrs Aufgabe in der Fatah-Bewegung, der stärksten politischen Fraktion in der Palästinensischen Autonomiebehörde, laut Medoff darin, »Terroristen mit Waffen zu versorgen, damit sie Juden ermorden konnten«. Abu Bakr verbrachte zwanzig Jahre in israelischen Gefängnissen, und die israelischen Behörden hielten ihn für so gefährlich, dass sie ihn nach seiner Entlassung ins Exil in den Irak schickten, merkte er an.

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