Abbas: Amerikanischer Botschafter ist „Hundesohn“

„Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, schießt wieder einmal wild um sich. Anfang des Jahres beschrieb er Israel als ein ‚Kolonialprojekt’, das mit dem Judentum nichts zu tun habe. Jetzt hat er andere Gegner der Palästinenser ausgemacht. Dabei handelt es sich um mehr oder weniger alle außer ihm selbst. Der Rede zufolge, die er am Montag in Ramallah vor führenden palästinensischen Funktionären hielt, befinden er und sein Volk sich auf dem Kriegspfad gegen die USA und die Hamas.

Implizit kritisierte er auch Ägypten für dessen Rolle bei der Vermittlung des im Scheitern begriffenen ‚Versöhnungs’-Abkommens zwischen der herrschenden Fatah und der Hamas vom Oktober 2017.

Abbas’ Entscheidung, diesen drei Parteien gegenüber alle Brücken abzubrechen, spiegelt seine zunehmende Frustration wider und zeigt, wie isoliert er sich fühlt. Einigen seiner Mitarbeiter zufolge ist der Palästinenserführer seit einigen Wochen ‚zutiefst verzweifelt’. Manche meinen, dies könnte mit den unbestätigten Berichten über die Verschlechterung seines Gesundheitszustands zusammenhängen. Andere argumentieren, die Frustration und der Zorn von Abbas seien das direkte Ergebnis der ‚feindseligen’ Haltung der US-Administration den Palästinensern gegenüber. (…)

Abbas war sich sehr wohl darüber im Klaren, dass er auf eine starke Reaktion der Trump-Administration rechnen musste, als er auf David Friedman, den US-Botschafter in Israel, losging und ihn einen ‚Hundesohn’ nannte. Er wusste auch, dass es die Palästinenser teuer zu stehen kommen würde, wenn er sich zu einer derartigen, präzedenzlosen Beleidigung eines führenden Vertreters der USA hinreißen lässt.“ (Khaled Abu Toameh: „Burning all bridges, Abbas sets himself up for complete isolation“)

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