70. Jahrestag des UN-Teilungsbeschlusses

By Zero0000A/RES/181(II), https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27649381

„Am 29. November 1947 waren 57 Nationen aufgerufen, über den Teilungsplan für den kleinen Rest Palästinas zu entscheiden, denn 80 Prozent ihres Mandatsgebietes hatten die Briten bereits vorzeitig Transjordanien abgetreten, ohne Rücksicht auf die palästinensische Bevölkerungsmehrheit. Das verbliebene Fünftel der Fläche musste nun für zwei Völker reichen. Das den Juden zugedachte Gebiet zerfiel in drei unverbundene Enklaven, der größte Teil lag in der Wüste Negev, und – besonders bitter – Jerusalem mit über 100.000 Juden war von dem neuen Staat Israel abgeschnitten. Ein Plan, der von Anfang an nur dann eine Chance gehabt hätte, wenn beide Völker friedlich miteinander dort leben wollten. Die jüdische Seite war mit Murren aber mehrheitlich dazu bereit, denn egal, wie schwierig der Grenzverlauf auch sein mochte, mit der Zustimmung der Völkergemeinschaft war der zionistische Traum vom Judenstaat zum Greifen nah.

Amos Oz erzählt, dass sein Vater einen Freudenschrei ausstieß ‚wie vor der Erfindung der Worte‘. Die arabischen Nachbarn dagegen stiegen in ihre Waffendepots und starteten ihre Panzer. ‚Alle Juden werden massakriert werden‘, versprach eine Vertreterin des Arabischen Hohen Komitees für Palästina und beschwor den ‚Heiligen Krieg‘. Anders als Israels erster Staatschef Ben Gurion in der Unabhängigkeitserklärung vom 14. Mai 1948: ‚Wir bieten allen unseren Nachbarn und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft.‘ Noch während er vom Frieden sprach, begann der Krieg. 70 Jahre und acht Kriege später ist das friedliche Miteinander so fern wie damals. Nun liegt es in der Natur des Krieges, dass der Verlierer hinterher schlechter dasteht als vorher. Doch statt die Niederlage anzuerkennen und zu verhandeln, hetzen verantwortungslose arabische Führer das palästinensische Volk in immer neue und aussichtslose Schlachten gegen das ‚Krebsgeschwür‘ Israel. Natürlich wissen alle, dass Israel weder durch Selbstmordattentäter noch durch Raketen aus Gaza zu bezwingen ist. Es ist ein teurer Stellvertreterkrieg der gekränkten arabischen Seele. Er kostet Land, Leben, Hoffnung. Und weil dieser Krieg militärisch nicht zu gewinnen ist, wird er umso erbitterter auf internationaler Bühne geführt, auch von strammen Boykottsoldaten der weltweiten BDS-Bewegung.“ (Georg Hafner: „Zwei Staaten, eine Lösung“)

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