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Über 10.000 Hisbollah-Waffen von Israel beschlagnahmt

Israelische Soldaten beschlagnahmen bei ihrem Einsatz im Libanon tausende Hisbollah-Waffen
Israelische Soldaten beschlagnahmen bei ihrem Einsatz im Libanon tausende Hisbollah-Waffen (Quelle: JNS)

Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte beschlagnahmten nicht nur Tausende von Waffen, sondern demontierten auch zahlreiche terroristische Standorte und Einrichtungen. 

Joshua Marks

Die 91. Division der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) konnte in den letzten Monaten im Südlibanon mehr als 10.000 Hisbollah-Waffen beschlagnahmten, teilten die IDF am Sonntag mit. Darüber hinaus zerstörte die Division mehr als tausend Standorte des iranischen Terror-Stellvertreters, während die 98. Division überdreihundert terroristische Infrastrukturstandorte demontierte.

Nach einem Jahr unaufhörlicher Drohnen- und Raketenangriffe der Hisbollah marschierten Bodentruppen Anfang Oktober im Südlibanon ein. Während ein am 27. November in Kraft getretener Waffenstillstand die grenzüberschreitenden Angriffe stoppte, sind israelische Truppen jedoch weiterhin im Südlibanon aktiv und ziehen sich im Rahmen des Abkommens über einen Zeitraum von zwei Monaten schrittweise zurück. 

Auf der anderen Seite muss sich die Hisbollah jenseits des Litani-Flusses zurückziehen, der etwa dreißig Kilometer nördlich der israelischen Grenze verläuft, während die libanesischen Streitkräfte zusammen mit Beobachtern der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) entlang der hundertzwanzig Kilometer langen Grenze zwischen Israel und dem Libanon stationiert werden. 

Die Aktivitäten der in zehn Gebieten im Südlibanon eingesetzten 91. Division »haben den Feind vieler Ressourcen und Mittel beraubt, die im vergangenen Jahr für terroristische Aktivitäten eingesetzt wurden«, so das israelische Militär in einer Erklärung: »Die Divisionstruppen handeln gemäß den Vereinbarungen zwischen Israel und dem Libanon und halten sich an die Bedingungen des Waffenstillstands.«

Überwachungsmechanismus

Die Vereinigten Staaten führen den Vorsitz im Waffenstillstandüberwachungsmechanismus, dem auch Frankreich angehört. Am 11. Dezember kontrollierte der Kommandeur des US-Zentralkommandos (CENTCOM) Michael Kurilla den Rückzug der israelischen Truppen von der libanesischen Grenze in der ersten Phase und die Übergabe an das libanesische Militär.

Kurilla war zur Lagebeurteilung im Hauptquartier in Beirut und traf sich laut CENTCOM mit Joseph Aoun, dem Befehlshaber der libanesischen Streitkräfte. Später am Tag reiste er nach Israel, um einen dreitägigen Besuch abzustatten und regionale Sicherheitsfragen zu koordinieren.

Am vergangenen Wochenende veröffentlichten die IDF Filmmaterial über die Einsätze der 98. Division, unter anderem gegen militärische Ziele in der Region Khiam, einer Stadt, die nach IDF-Angaben als zentrale Hochburg der Hisbollah diente, von der aus Tausende von Raketen auf Israel abgefeuert wurden. 

Die libanesische Terrorgruppe feuerte während des Kriegs etwa 16.000 Raketen und Drohnen auf Israel ab, was im Norden des Landes zu Toten, Verletzten und massiven Sachschäden führte und fast 70.000 Bewohner aus ihren Häusern vertrieb

»Seit Inkrafttreten des Waffenstillstandsabkommens sind die Truppen der Division weiterhin im Südlibanon im Einsatz, wobei sie sich an die Bedingungen der Vereinbarungen zwischen Israel und dem Libanon halten. Die Truppen waren im Einsatz, um die Hisbollah an der Umgruppierung zu hindern, Waffen und terroristische Infrastruktur zu lokalisieren und Bedrohungen für den Staat Israel und seine Bürger zu beseitigen. Die Soldaten bereiten sich derzeit auf bevorstehende Missionen vor. Zusätzliche IDF-Truppen sind nach wie vor in der Region im Einsatz«, bestätigte das israelische Militär.

Der Text erschien auf Englisch zuerst beim Jewish News Syndicate. (Übersetzung von Alexander Gruber.)

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