„ZWISCHEN WESTJORDANLAND UND PALÄSTINA“

Sehr geehrte Redaktion der Kleinen Zeitung,

wenn Sie in einem Beitrag in der heutigen Sonntagsbeilage über ein israelisch-palästinensisches Ehepaar schreiben, der von Ihnen stets als „Sperrmauer“ und „Sperranlage“ bezeichnete israelische Sicherheitszaun sei „zwischen Westjordanland und Palästina“ errichtet worden, so kommt man ob dieser Freudschen Fehlleistung vielleicht ein wenig ins Schmunzeln. Weniger lustig ist aber, dass Sie mit keinem Wort den Grund für den Bau dieser Anlage erwähnen: den palästinensischen Terrorkrieg gegen Israel, in dem seit dem Herbst 2000 über 1000 Israelis ermordet wurden, vielfach in Stücke gerissen von Selbstmordattentätern, die sich in israelischen Cafés, Supermärkten, Diskotheken, Bussen oder auf Märkten in die Luft sprengten. Der Sicherheitszaun – nur auf rund fünf Prozent seiner gesamten Länge handelt es sich um eine Mauer – war und ist ein effektives Mittel, um mit möglichst geringen Einschränkungen für die Bewohner des Westjordanlandes den blutigen Terror gegen israelische Bürger einzudämmen. Dass der Internationale Gerichtshof im Jahre 2004 in einem äußerst tendenziösen Rechtsgutachten diesen passiven Akt israelischer Selbstverteidigung für völkerrechtswidrig erklärte, war ein weiterer Beleg für die bedenkliche anti-israelische Parteinahme, die in den Vereinten Nationen und ihren Institutionen leider nur allzu oft auf der Tagesordnung steht.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Medienbeobachtungsstelle Naher Osten (MENA)


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