ZU URSULA PLASSNIKS PRESSE-GASTKOMMENTAR

Ursula Plassnik nimmt in ihrem Gastkommentar zur Entscheidung Österreichs, die Mitgliedschaft Palästinas bei der Unesco zu befürworten, leider mit keinem Wort Bezug auf die u. a. von Rudolf Taschner in der Presse vom 10. November geäußerte Kritik, dass in den Palästinensergebieten – auch in dem von der „moderaten“ Fatah geführten Westjordanland – unablässig gegen Israel gehetzt sowie Gewalt gegen Juden verherrlicht wird, und ein solches Verhalten den Grundsätzen der Unesco diametral widerspricht.

Plassnik schreibt:

„Die Unesco-Arbeit geht weit über die Erhaltung des Weltkulturerbes hinaus … So kämpft die Unesco hartnäckig um Erziehung für alle, um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, um die praktische Umsetzung des Respekts der Vielfalt der Kulturen und Sprachen, um Informations- und Medienfreiheit, um das friedliche Miteinander der Religionen unserer Welt.“

Nur wer absichtlich über die zunehmende Terrorherrschaft der islamistischen Hamas hinwegsieht, kann von einem Streben um Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Gazastreifen sprechen. Nur wer die Augen völlig vor der Realität verschließt, kann behaupten, in den Palästinensergebieten herrsche Informations- oder Medienfreiheit. Der „Respekt vor der Vielfalt der Kulturen“ und Religionen bestand schon unter Jassir Arafat in erster Linie darin, jeden historischen Bezug des Judentums zu Jerusalem in Abrede zu stellen und den Dschihad bis zur „Befreiung“ Jerusalems zu predigen. Wie es heute um die praktische Umsetzung dieses Respekts steht, wurde am 6. November dieses Jahres wieder einmal deutlich, als im offiziellen Fernsehsender der Palästinensischen Autonomiebehörde gehetzt wurde, der Regen in Jerusalem würde die Straßen der Stadt von den Fußspuren der Juden säubern, damit die gläubigen Muslime nicht in deren Verunreinigungen treten müssten. Oder am 10. August dieses Jahres, als im gleichen Sender über Jerusalem erklärt wurde: „Sie (die Israelis) wissen ganz genau, dass unsere Wurzeln viel tiefer reichen als ihre falsche Geschichte“ und betende Juden bei der Klagemauer als „Sünde und Dreck“ bezeichnet wurden. (Vgl. Palestinian Media Watch: PA Antisemitism: Rain cleanses Jerusalem of Jews‘ impurity, 9. November 2011),http://palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=5819)

Entspricht das Plassniks Vorstellungen davon, die „notwendigen Voraussetzungen“ zu erfüllen, um „vollinhaltlich an der Arbeit der Unesco mitzuwirken“?  Und wenn Palästina Mitglied der Unesco werden kann, obwohl in den Palästinensischen Autonomiegebieten derartige Hetze an der Tagesordnung steht, sollte Österreich dieser Organisation dann nicht angewidert den Rücken zukehren, anstatt sich um eine Aufnahme in deren Exekutivrat zu bemühen?


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