Warum in Israel keine Panik vor Trump herrscht

trump_netanjahu„Benjamin Netanjahu geht es wie vielen Staats- und Regierungschefs. Der israelische Premier weiß recht wenig über Donald Trump. Und kaum etwas ist bekannt darüber, wie es der künftige US-Präsident mit den Nahostkonflikt halten wird. Doch klar scheint: Auf der persönlichen Ebene könnte es deutlich freundlicher zugehen – und damit anders als in den vergangenen acht Jahren. Netanjahu und Barack Obama, das passte von Anfang an gar nicht. (…) Mit dem US-Milliardär, so hoffen die Verantwortlichen in Jerusalem, werde nun ein Mann ins Weiße Haus einziehen, der Israels Nahostpolitik deutlich weniger kritisch gegenübersteht. Einer, der Netanjahu vielmehr freie Hand lässt und nicht immer an ihm herumnörgelt. Einer, der sich im Zweifel eher auf die Seite des jüdischen Staates stellt als auf die der Palästinenser. Einer, der in einer Zwei-Staaten-Lösung allenfalls eine geringe Chance auf Frieden sieht. Einer, auf den als Machtfaktor Verlass ist. (…)

Auf Trumps ‚Bauchgefühl‘ setzt Netanjahu auch, wenn es um Israels Erzfeind Iran geht. Während Obama eine Politik der ausgestreckten Hand praktizierte, hält der künftige US-Präsident offenbar recht wenig von besseren Beziehungen zu Teheran. Im Gegenteil. Trump hat während des Wahlkampfs mehrfach dem 2015 geschlossenen Atomabkommen eine klare Absage erteilt. Die Übereinkunft sei „einer der schlimmsten Deals in der Geschichte“. Und er wolle diesen Fehler korrigieren. Für Israel als erklärten Gegner der Vereinbarung wäre das eine große Genugtuung. Doch ob Trump tatsächlich soweit gehen wird, ist fraglich.“ (Christian Böhme: „Was Trumps Sieg für Israel bedeuten könnte“)

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