Welche „Tradition“?

Sehr geehrte Kurier-Redaktion,

Dominik Sinnreich spricht im heutigen Kurier im Zusammenhang mit der Tschetschenienreise von FPÖ-Funktionären zu Recht über den seltsamen „Hang zu Despoten“, der die Freiheitlichen seit den Tagen Jörg Haiders prägt, eine Tradition, zu der Besuche bei Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi gehören. Doch dann schreibt Sinnreich: „FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat die Tradition aufgegriffen: Er war Ende 2010 in Israel“. Was immer man von Straches Israelreise halten mag, sie als Fortsetzung der Tradition unseliger Besuche bei Diktatoren wie Hussein, Gaddafi oder eben aktuell Kadyrow zu bezeichnen, ist völlig fehl am Platze: Dass selbst jemand wie Strache Israel besuchen kann, ist der beste Beleg für den offenen Charakter des jüdischen Staates, der schon länger als unabhängige Demokratie existiert, als etwa Österreichs Zweite Republik.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Medienbeobachtungsstelle Naher Osten (MENA)


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