„Weibliche Genitalverstümmelung macht die Gesellschaft als Ganzes krank“

„Wo Sexualbeziehungen aber unbefriedigt sind, entstehen Aggressionen und Neurosen. Das hat uns Wilhelm Reich gelehrt – ohne dabei FGM im Kopf zu haben. Einer unserer Partner, Osman Mahmoudi, hat das im Iran untersucht: Er hat nicht nur Frauen zu ihrem sexuellen und psychischen Wohlbefinden gefragt, sondern auch ihre Ehemänner. Er konnte zeigen, dass Ehemänner von Frauen, die FGM erlitten haben, nicht nur ein deutlich schlechteres Sexualleben haben und selber unter Störungen wie Impotenz leiden, sondern dass sie auch psychisch leiden, z.B. häufiger Depressionen haben als Männer von Frauen, die nicht beschnitten sind. Für die Frauen mit FGM gilt das natürlich auch, aber darüber gab es schon Studien zuvor. Osman Mahmoudi zeigt erstmals, dass FGM Frauen und Männer krank macht.“ (Die Projektleiterin bei Stop FGM Middle East Hannah Wettig im Interview mit der internationalen Presseagentur presenza: „Genitalverstümmelung macht die ganze Gesellschaft krank“)

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