Was in Libyen mit zurückgewiesenen Flüchtlingen geschieht

„Weit über 10.000 Menschen hat die von der EU ausgebildete und unterstützte libysche Küstenwache in den letzten Monaten im Mittelmeer aufgegriffen und nach Libyen zurückgebracht. Nach einer kurzen Versorgung durch die UN-Organisationen UNHCR und IOM geht es für sie geradewegs zurück in die Hölle. Wie das Auswärtige Amt jetzt in Antworten auf eine Bundestagsanfragen der Linken bestätigt, die der taz vorliegt, werden die Menschen direkt in staatliche Internierungslager des Department for Combating Illegal Migration (DCIM) des libyschen Innenministeriums gebracht.

Berichte, nach denen es dort ‚regelmäßig zu äußerst schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen‘ gekommen sei, nennt das Auswärtige Amt glaubhaft. ‚Rechtsschutzmöglichkeiten fehlen‘, die Lager seien von ‚starker Überfüllung, mangelhaften sanitären Verhältnissen, Nahrungs- und Arzneimittelengpässen‘ gekennzeichnet. Vor kurzem hatte der Journalist Michael Obert aus einem Lager nahe Zawiya über grauenerregende Schilderungen der Insassen berichtet. Blutverschmierte Frauen hätten ihm von Massenvergewaltigungen berichtet. Die Anfrage bezieht sich auf diese Berichte.“ (Christian Jakob: „Vom Mittelmeer zurück in die Hölle“)

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