Warum Abbas den UN-Generalsekretär nicht treffen wollte

„UNO-Generalsekretär António Guterres besuchte am 28. August 2017 Israel und in den Palästinensergebieten Ramallah sowie den Gazastreifen. Eine der Überraschungen bestand dabei in der Absage eines geplanten Treffens mit dem Oberhaupt der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, der es vorzog, in die Türkei zu reisen und sich mit dem dortigen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu treffen. (…) Eine mögliche Erklärung dafür bestand darin, dass er Guterres’ Position bezüglich des bevorstehenden Treffens der Vereinten Nationen in New York im September nicht hören wollte. In der Muqataa (dem Hauptquartier der PA in Ramallah) wurde davon ausgegangen, das Treffen mit Guterres sei eine Fortsetzung des Besuchs einer US-amerikanischen Delegation unter Führung Jared Kushners, die Abbas gedrängt hatte, sich bei der internationalen Zusammenkunft ‚zu benehmen’. Mit anderen Worten: sich vor der UNO-Generalversammlung nicht mit extremen israelfeindlichen Äußerungen hervorzutun, beim Sicherheitsrat nicht um Vollmitgliedschaft in der UNO nachzusuchen, und auf Anträge auf Mitgliedschaft in UNO-Agenturen zu verzichten.

Die gemäßigten arabischen Länder – Jordanien, Ägypten und Saudi Arabien – haben Abbas im gleichen Sinne unter Druck gesetzt und es wird wahrscheinlich ein weiteres Treffen zwischen den Außenministern Jordaniens und Ägyptens und dem radikalen palästinensischen Außenminister Riyadh Malki in Amman oder Ramallah stattfinden. Die arabischen Staaten betonen, dass ‚wir Trump unterstützen’. Sie verlangen, dass die Palästinenser sich der Politik Trumps anschließen.“ (Pinhas Inbar: „Why Did the PA’s Mahmoud Abbas Avoid the UN Secretary-General when He Toured the Region?

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