Argentiniens Versuch, Irans Rolle bei antisemitischem Anschlag zu vertuschen

Bashar al-Assad und Hector Timerman

„Argentinische Medien überschlugen sich am Mittwoch mit Spekulationen, dass die ehemalige Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner und der Außenminister Hector Timerman des Landesverrats angeklagt werden könnten, weil sie heimlich ein Abkommen mit dem Iran aushandelten, um Teheran im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum der AMIA 1994 in Buenos Aires zu entlasten. Ein sensationeller Auftritt des ehemaligen argentinischen Botschafters in Syrien vor Gericht bestätigte am Mittwoch, dass Timerman das Land im Januar 2011 besuchte, um die Verhandlungen bei einem Treffen auf Einladung des syrischen Diktators Bashar al-Assad abzuschließen – an dem unter anderem der damalige iranische Außenminister Ali Akhbar Salehi teilnahm, der heute die Atomenergiebehörde der Islamischen Republik leitet. Seit sechs Jahren hat Timerman mit Kirchners Unterstützung Berichte rundweg dementiert, denen zufolge ein derartiges Treffen im Zusammenhang mit dem AMIA-Bombenanschlag stattgefunden habe. (…)

Der ehemalige Gesandte in Damaskus Roberto Ahuad gab vor einer Untersuchungskommission zur heimlichen Kollaboration der Kirchner-Regierung mit dem Iran entscheidende Einzelheiten über Timermans Besuch bekannt. Der Besuch gipfelte in einem heimlichen Abstecher nach Aleppo zum Abschluss der Vereinbarung. (…) Syrische Regierungsvertreter berichteten ihm, Timerman sei in die nordsyrische Stadt Aleppo zu einem Treffen geflogen, an dem neben den iranischen und syrischen Außenministern Salehi und Muallem und dem iranischen Botschafter in Damaskus auch Assad selbst teilgenommen habe. Ihnen sei der Grund für das Treffen unbekannt gewesen und es sei unter ‚absoluter Geheimhaltung’ organisiert worden. (…) Eamonn MacDonagh, ein Kenner der argentinischen Politik, der sich ausführlich mit dem AMIA-Fall beschäftigt hat, meinte, die Aussage Ahuads sei ein erstes Ergebnis der im Januar bekannt gegebenen Ermittlungen zur heimlichen Zusammenarbeit Timermans und Kirchners mit dem Iran. ‚Ahuad war ein politischer Amtsinhaber’, bemerkte MacDonagh. ‚Er ist syrisch-libanesischer Herkunft und gehört politisch dem peronistischen Lager an. Daher wird es Kirchner und ihren Unterstützen schwer fallen, ihn als Strohmann der »Zionisten« abzutun.’“ (Ben Cohen: „Syrian Dictator Assad Secretly Hosted Argentine and Iranian Foreign Ministers in AMIA Bombing Coverup, Ex-Ambassador Testifies“)

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