Todesstrafe wegen Abfalls vom Glauben

„Ein saudi-arabischer Mann, der dem Islam abgeschworen und abschätzige Bemerkungen über den Propheten Mohammed gemacht hat, ist zum Tode verurteilt worden. Die Behörden wurden 2014 auf Ahmad Al-Shamir aufmerksam, als er in den sozialen Medien eine Reihe Videos veröffentlichte, die seine Ansichten widerspiegelten. Daraufhin wurde er verhaftet und des Atheismus und der Gotteslästerung angeklagt und im Februar 2015 zum Tode verurteilt. Berichten zufolge ist Al-Shamri in seinen 20ern und kommt aus der in der östlichen Provinz Saudi-Arabiens gelegenen Stadt Hafar al-Batin. Hala Dosari, die dem Beirat von Human Rights Watch (HRW) angehört, erklärte der Washington Post, der Angeklagte habe sich zunächst darauf berufen, er habe unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol gestanden und sei darum unzurechnungsfähig gewesen, als er sich äußerte. ‚Der Prozess gegen ihn konzentrierte sich vorwiegend auf das koranische Recht und widmete einer möglicherweise strafmildernden psychischen Erkrankung keine Aufmerksamkeit. Folglich wurde Al-Shamri als Atheist zum Tode verurteilt.’

Nach einem langwierigen Berufungsverfahren hat der Oberste Gerichtshof Saudi-Arabiens am Dienstag (dem 25. April) gegen Al-Shamri entschieden. Amnesty International zufolge, führte der ölreiche Golfstaat 2016 mindestens 154 Hinrichtungen aus. Das Land wird regelmäßig von Menschenrechtsgruppen kritisiert, gehört aber noch bis 2019 dem UNO-Menschenrechtsrat an. In dem ultrakonservativen Land wird das Verlassen des Islam mit dem Tode bestraft.“ (Romil Patel: „Saudi Arabia will execute ‚atheist for insulting the prophet‘“)

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