Terror-Verdächtiger: Vom Neonazi zum Islamisten

„Der im niedersächsischen Northeim festgenommene Terrorverdächtige scheint sich in der islamistischen Szene sehr schnell radikalisiert zu haben. Nach Informationen des SPIEGEL gehörte der aus Berlin stammende Salafist Sascha L. mindestens bis 2013 dem rechtsextremen Milieu an. Auf einem YouTube-Kanal, den die Sicherheitsbehörden ihm zuordneten, veröffentlichte er seinerzeit eine Reihe von Videos, in denen er gegen Muslime und Antifaschisten hetzte. Damals befasste sich L. unter anderem mit dem ‚schleichenden Volkstod‘, agitierte gegen Muslime, die in Deutschland angeblich ‚die Scharia durchziehen‘ wollten und warnte davor, sich mit ihnen anzufreunden: ‚Selbst ein Hund weiß, wo er hingehört – und wohin gehörst du? Sei nicht dümmer als ein Hund und rette die deutsche Bevölkerung vor dem geplanten Aussterben!‘ (…)

Nach Informationen des SPIEGEL konvertierte der Rechtsextremist etwa im Jahr 2014 zum Islam. So sagte er es im Rahmen eines Gerichtsverfahrens aus, in dem er sich verantworten musste, weil er das verbotene Symbol des ‚Islamischen Staats‘ (IS) im Internet verbreitet hatte. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Celle wollte sich zu dem extremistischen Vorleben des Beschuldigten auf Anfrage nicht äußern. Die Ermittlungen zu der Person dauerten noch an, hieß es. Geprüft werde außerdem, mit wem L. in Kontakt gestanden habe und ob es Mitwisser gebe.“ (Jörg Diehl: „Anti-Terror-Einsatz in Niedersachsen. Verhafteter Islamist war früher Neonazi“)

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