Tempelberg: Palästinenser gegen UNO-Generalsekretär

„Palästinensische Funktionäre kritisierten UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am Sonntag, nachdem er erklärt hatte, auf dem Tempelberg habe ein jüdischer Tempel gestanden. ,[Guterres] hat den Beschluss der UNESCO, demzufolge die Al-Aksa-Moschee ausschließlich dem muslimischen Kulturerbe zuzurechnen ist, ignoriert’, erklärte der für Jerusalem zuständige Minister in der Palästinensischen Autonomiebehörde, Adnan al-Husseini dem chinesischen Medienunternehmen Xinhua gegenüber. Damit habe der UNO-Generalsekretär ‚alle rechtlichen, diplomatischen und humanitären Gepflogenheiten verletzt, seine Kompetenzen als Generalsekretär überschritten und … muss sich beim Palästinensischen Volk entschuldigen’. Im israelischen Radio hatte Guterres am Freitag Berichten zufolge gesagt, es sei ‚völlig eindeutig, dass der Tempel, den die Römer zerstörten, ein jüdischer Tempel war’. (…)

Ahmad Majdalani, der dem Exekutivkomitee der PLO angehört, sagte, dass die Erklärung ‚die Glaubwürdigkeit der UNO als einer Körperschaft, die die unter Besatzung lebenden Völker unterstützen sollte, untergräbt’. ‚Offenbar fehlt es dem Generalsekretär der UNO an Bildung und Wissen in seinem Spezialgebiet’, erklärte Majdalani, der auch als Berater des Präsidenten der PA, Mahmoud Abbas, tätig ist, gegenüber Xinhua. Er forderte den UNO-Generalsekretär auf, seine Position, die ‚die Besatzer zu weiteren Maßnahmen gegen Jerusalem ermutigt’, klarzustellen. Das UNESCO-Weltkulturerbekomitee hatte im Oktober eine Resolution verabschiedet, in der die Verbindung des Judentums mit dem Tempelberg nicht erwähnt und die heilige Stätte nur bei ihrem muslimischen Namen, Al-Aksa-Moschee/Al-Haram Al-Sharif, genannt wurde.“ (Adam Ragson: „Palestinians slam UN chief’s remarks on Jewish ties to Temple Mount“)

Mehr zum Thema auf Mena Watch:

Wie die UNESCO die Geschichte ausradiert
Jerusalem: Wer schändet die heiligen Stätten?
Weltkulturerbe Antisemitismus
Wo Geschichtsfälschung zum Kulturgut erklärt wird

Schreiben Sie einen Kommentar


Schreiben Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.


Login