Systematische Verfolgung der Christen im Nahen Osten

„Es sind besonders brutale Anschläge auf die christliche Minderheit in Ägypten: Bewusst am Palmsonntag wurden in Alexandria und Tanta mindestens 44 Menschen getötet – nur weil sie Christen waren. Doch das Massaker ist Teil einer systematischen Verfolgung von Christen im gesamten arabischen Raum. Menschenrechtsgruppen zählen für das vergangene Jahr 7100 ermordete Christen und 2406 attackierte Kirchen. Christen flüchten – einem Exodus gleich – massenhaft aus dem Nahen Osten. Das Hilfswerk ‚Open Doors warnt, die ‚Verfolgung im Stil ethnischer Säuberung greife auch auf Afrika über‘, die systematischen Massaker des IS würden Schule machen. (…)

Dschihadisten-Milizen in Libyen verfolgen dabei einen besonders grausamen Glaubenskrieg. Immer wieder melden Nachrichtenagenturen, dass christliche Eritrea-Flüchtlinge und koptische Christen dort muslimische Religionsprüfungen absolvieren müssten und bei Nichtbestehen demonstrativ enthauptet oder im Meer ertränkt werden. Ein Gericht in Palermo hat nun sechs junge Männer zu je 18 Jahren Haft verurteilt, weil sie neun christliche Flüchtlinge ‚aus religiösen Motiven‘ ins Meer geworfen und getötet hatten. Gestützt hatte sich die Anklage auf acht Zeugen, die ebenfalls auf dem Boot waren, das im April 2015 von Libyen aus nach Italien startete. Die Christen seien gezwungen worden, zu Allah zu beten. ‚Wer sich weigerte, wurde ins Wasser geworfen.‘“ (Wolfram Weiner: „Christen werden systematisch massakriert“)

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