Mena-Exklusiv

Steinewerfen als „friedlicher Protest“

Von Florian Markl

Anlässlich des orthodoxen Weihnachtsfests meldete sich aus Bethlehem der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas mit einer Fernsehrede zu Wort. Darin bezeichnete er, ganz in der Diktion des iranischen Regimes, jüdische Gemeinden im Westjordanland als „Krebsgeschwür“ und gelobte: „Das ist unser Land. Alle Siedler müssen und werden es verlassen, so wie es bereits im Gazastreifen der Fall war.“ Auf dieses neuerliche Bekenntnis, das Westjordanland ‚judenrein‘ machen zu wollen, folgte ein weiteres: Während Israel zur Gewalt greife, würden die Palästinenser nur „friedlich“ protestieren:

„Alle unsere Demonstrationen sind friedlich. … Unsere Jugend wirft Steine, während sie [die Israelis] das Feuer eröffnen. Unsere Proteste sind friedlich und werden das auch bleiben.“

Vor dem Hintergrund der seit Monaten andauernden Serie palästinensischer Mordanschläge auf Israelis entbehrt die Behauptung, die Palästinenser würden ausschließlich „friedlich“ protestieren, nicht einer gewissen Lächerlichkeit. Abgesehen davon mag das Werfen von Steinen im Vergleich zu den Schussattentaten und Selbstmordattentaten, die in den Jahren 2000ff. zu den bevorzugten Methoden palästinensischer Gewalt gegen Juden zählten, weniger gefährlich sein. Aber nur in der Welt palästinensischer Propaganda zählt Steinewerfen, durch das Menschen eben auch schwer verletzt oder gar getötet werden können, zu den Ausdrucksformen „friedlichen Protestes“. Nimmt man das zum Maßstab, verläuft auch der 1. Mai in Berlin Kreuzberg stets ausgesprochen friedlich.

 

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